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2009-10-23

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Deutschland | Gewerbe-Immobilien-Marktinformationen, Wohnbau

Wohnen in Potsdam ist in den ostdeutschen Bundesländern weiter am teuersten

Potsdam: Neuer Immobilienmarktbericht der TLG IMMOBILIEN: Brandenburgs Landeshauptstadt profitiert erneut von regem Zuzug

„Auch die Wirtschafts- und Finanzkrise hat bislang kaum etwas an der guten Verfassung des Immobilienmarktes von Potsdam ändern können.“ Dieses Fazit zieht Jörg R. Lammersen, Leiter der Niederlassung Berlin/Brandenburg der TLG IMMOBILIEN aus der Analyse des aktuellen Berichts „Immobilienmarkt Ostdeutschland 2009“. „In einigen Segmenten des Immobilienmarktes in der brandenburgischen Landeshauptstadt steigen die Preise sogar weiter, trotz der derzeit schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen“, so Lammersen. Der jetzt vorgelegte Grundstücksmarktbericht der TLG IMMOBILIEN erscheint bereits seit 16 Jahren in Folge und erlaubt daher auch Aussagen zu validen Trendverläufen. Die darin enthaltene Analyse der Immobiliendaten der kreisfreien Städte in den Segmenten Wohnen, Büro, Gewerbe und Einzelhandel ist die einzige ihrer Art für Ostdeutschland.

Bei Wohnimmobilien ziehen Preise für Gebäude sowie für Grund und Boden an

Steigende Tendenz verzeichneten im vergangenen Jahr auch die Bodenpreise in Potsdam. So kosteten Wohnungsbaugrundstücke in mittleren Lagen 110 bis 180 Euro pro Quadratmeter und damit im Schnitt noch etwas mehr als bei der letzten Markterhebung der TLG IMMOBILIEN. In sehr guten Lagen ist die Preissteigerung noch deutlicher, obwohl die Spitzenpreise hier bereits 2008 so hoch waren wie in keiner anderen Stadt Ostdeutschlands mit Ausnahme Berlins. In den sehr guten Lagen Potsdams kostet der Quadratmeter Grund und Boden für Wohnbauprojekte nunmehr 180 bis 550 Euro. Die Preispanne endete 2008 dagegen 50 Euro niedriger, also bei 500 Euro. Und auch wer nicht erst bauen will, sondern bereits bestehende Wohnobjekte kauft, muss heute tiefer in die Tasche greifen. Frei stehende Eigenheime kosten laut dem neuen TLG-IMMOBILIEN-Marktbericht 160.000 bis 500.000 Euro. Im Jahr zuvor waren es noch 160.000 bis 470.000 Euro.

Im gewerblichen Bereich werden Grund und Boden sowie Einzelhandelsmieten teurer

Im gewerblichen Bereich gab es zwar keine so deutlichen Preissteigerungen wie bei Wohnimmobilien. Doch neben vielen stabilen Preisentwicklungen gingen in einigen Bereichen die Werte ebenfalls nach oben. So werden beispielsweise gewerbliche Bauflächen teurer: Sie kosten nach der jüngsten Marktanalyse 35 bis 150 Euro pro Quadratmeter. Dies sind in der Spitze fünf Euro mehr als noch ein Jahr zuvor. Eine Steigerung ist auch bei den Einzelhandelsmieten für kleinere Flächen in guter Lage innerhalb geschlossener Wohnquartiere oder in Stadtteilzentren zu beobachten. Hier sind jetzt bis zu 13 Euro pro Quadratmeter zu zahlen, ein Jahr zuvor lag der maximale Preis in diesem Segment noch bei 11 Euro pro Quadratmeter.

Steigende Einwohnerzahl sorgt für gute Rahmenbedingungen

Der gesamte Immobilienmarkt profitiert davon, dass Potsdam ausgesprochen gefragt ist: Seit dem Jahr 2000 stieg etwa die Einwohnerzahl der Landeshauptstadt um rund 12.000 Personen.

Und der Trend setzt sich fort, sagt unter anderem die Bertelsmann-Stiftung voraus: Bis 2020 werden nach deren Erwartungen noch einmal rund 10.000 Einwohner hinzukommen. Davon werden neben dem Wohnimmobilienmarkt vor allem auch Einzelhandelsprojekte profitieren. Zudem ist die Arbeitslosenrate in Potsdam vergleichsweise gering und gleichzeitig die Kaufkraft hoch. Das liegt auch an der guten Wirtschaftsstruktur Potsdams mit vielen Arbeitsplätzen im Hochtechnologie-Bereich, etwa der Biotechnik oder Mikroelektronik.

Die hohe Lebensqualität und die gute Sozialstruktur locken überdies viele Familien aus der Bundeshauptstadt an.

„Wohnen in Potsdam und arbeiten in Berlin, heißt oft die Devise“, erklärt TLG IMMOBILIENNiederlassungsleiter Jörg R. Lammersen.

Gesamtfazit und Ausblick

„Potsdams Immobilienmarkt hat die Wirtschafts- und Finanzkrise bisher kaum zu spüren bekommen“, resümiert Jörg R. Lammersen. „Und die Wahrscheinlichkeit, dass sich der Markt weiterhin gut entwickelt und überproportional von einem nächsten konjunkturellen Aufschwung profitieren wird, ist hoch: Denn die Rahmenbedingungen für Investitionen sind unverändert gut.“

Dazu tragen vor allem die gute Infrastruktur, die steigende Einwohnerzahl sowie die hohe Kaufkraft bei. Die Arbeitslosenquote ist in Potsdam zudem mit derzeit etwa 8 Prozent so niedrig wie in keiner anderen kreisfreien Stadt Ostdeutschlands.

Sabine Pentrop für TLG Immobilien - 2009-10-23

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