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2008-09-02

Mitteilung übermittelt durch DB Immobilien. Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent verantwortlich.

Deutschland | Immobilien-Unternehmen

Weiterhin Aufklärungsbedarf bei Energieausweis Makler-Umfrage von DB Immobilien zur Resonanz bei Käufern und Eigentümern

Deutschland: Wer eine ältere Wohnimmobilie vermieten oder verkaufen möchte, muss seit Juli einen Energiepass bereithalten, der Auskunft über die Energieeffizienz des Gebäudes geben soll. Ab Januar 2009 gilt die Ausweispflicht dann auch für Wohnobjekte mit Baudatum nach 1965, und ab Juli 2009 werden Gewerbeimmobilien in die Ausweispflicht genommen. So weit die gesetzlichen Rahmenbedingungen. Eingeführt wurde die Regelung, um für mehr Transparenz auf dem Immobilienmarkt zu sorgen.

Wie der Energieausweis tatsächlich von Kaufinteressenten und Verkäufern angenommen wird, ermittelte eine im August durchgeführte Makler-Umfrage von DB Immobilien, Kooperationspartner der Deutschen Bank. Die Ergebnisse aus den bundesweit über 60 Filialen und Geschäftsstellen zeigen deutlich, dass noch Aufklärungsbedarf besteht, und zwar überraschenderweise eher bei Eigentümern als bei Käufern.

Rund 70 Prozent der befragten Makler attestieren ihren Kaufinteressenten, dass diese überwiegend gut informiert sind. „Unsere Kunden fragen bei Besichtigungen nach dem Energieausweis, wobei die Käufer der bedarfsorientierten Variante den Vorzug geben“, schätzt Friederike Rodé-Maier, Immobilienberaterin bei DB Immobilien Heidelberg, die Wünsche ihrer Kunden ein.

Weit über die Hälfte der Befragten bemängelt allerdings auf der anderen Seite, dass Verkäufer wichtige Eckdaten des Energieausweises nicht kennen.
„Die wenigsten Verkäufer wissen über Details Bescheid. Viele sind überrascht, dass für ihre Immobilie bereits Ausweispflicht besteht“, berichtet Hubert Hinderhofer von DB Immobilien Freiburg.

Die Frage, ob das Thema Energieausweis für die Kaufentscheidung wichtig ist, beantworten zwei Drittel der Befragten positiv, wobei hier regionale Unterschiede festzustellen sind. So wird in hochpreisigen Märkten wie Hamburg der Energieausweis schon mal als Argument für Preisverhandlungen verwendet, in Berlin hat sich die Ausweispflicht jedoch noch nicht als Verkaufsargument durchgesetzt.

In einem sind sich die befragten Immobilienspezialisten jedoch einig, wie Patrick Rosen von DB Immobilien Konstanz stellvertretend zusammenfasst:
„Gerade in Zeiten steigender Energiepreise wird die Nachfrage nach Energieausweisen als Indiz für den energetischen Zustand von Immobilien zunehmen.“

Höchste Zeit also für Immobilienbesitzer, den gesetzlichen Vorgaben nachzukommen, zumal die Wahlpflicht zwischen dem verbrauchsbasierten und dem aufwendigeren bedarfsorientierten Energieausweis für Wohngebäude mit Baujahr bis 1965 am 30. September 2008 abläuft.

Dr. Carolin Mülverstedt für DB Immobilien - 2008-09-02

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