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2009-12-07

Mitteilung übermittelt durch GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen e.V.. Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent verantwortlich.

Deutschland | Immobilien-Verbände, Energieeffizienz

Von Kyoto nach Kopenhagen - Wohnungswirtschaft engagiert beim Klimaschutz - GdW fordert Verstetigung der KfW-Mittel und Anpassung der Kosten der Unterkunft an energetisch modernisierte Gebäude

Deutschland: "Angesichts des Klimawandels sowie der Verteuerung und begrenzten Verfügbarkeit fossiler Energien steht auch die deutsche Wohnungs- und Immobilienwirtschaft weiterhin vor großen Herausforderungen", erklärte Lutz Freitag, Präsident des GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen vor dem Beginn des Klimagipfels in Kopenhagen. Vom 7. bis 18. Dezember tagen politische Vertreter aus aller Welt in der dänischen Hauptstadt. Ziel ist es, ein Kyoto-Nachfolge-Abkommen zu verabschieden, das den Klimawandel auf der Erde begrenzen hilft.

Die im GdW organisierte Wohnungs- und Immobilienwirtschaft engagiere sich schon seit Jahren auf dem Gebiet des Klimaschutzes und bei der Steigerung der Energieeffizienz ihrer Wohngebäude. Seit 1990 wurden bereits rund 60 Prozent der Wohnungen vollständig oder teilweise energetisch modernisiert. Damit hätten die Unternehmen im GdW schon 2007 eine CO2-Einsparung von rund 17 Prozent erreicht und das nationale Sektorbudget für den Wohnbereich zur CO2-Reduktion nach dem Kyoto-Protokoll - 12 Prozent bis 2012 – bereits fünf Jahre früher um fünf Prozent übererfüllt. Der durchschnittliche Energieverbrauch in den Wohnungen der GdW-Mitgliedsunternehmen liegt bei 140 kWh/(m²a), während der Durchschnittsverbrauch aller anderen Wohngebäude in Deutschland rund 30 Prozent höher liegt.

"Nun kommt es darauf an, auf nationaler Ebene Rahmenbedingungen zu schaffen, damit die Unternehmen unter Beachtung der Wirtschaftlichkeit die energetische Modernisierung fortsetzen können.", so Freitag. Ein entscheidender Faktor dafür sei der Ausbau der KfW-Programme zur CO2-Gebäudesanierung. "Die zur Verfügung stehenden Mittel dürfen 2010 nicht hinter dem Volumen in diesem Jahr zurückbleiben", forderte Freitag. 2009 waren durch Vorziehen von Fördermitteln aus den Folgejahren 750 Mio. Euro mehr geflossen, als ursprünglich geplant. Dies sei sachgerecht gewesen. Wenn nun in 2010 dieses Niveau der Förderung nicht beibehalten werde, drohe ein Modernisierungsrückgang im Vergleich zu 2009.

Freitag wies zudem darauf hin, dass die Folgen, die mit den hohen und weiter steigenden ordnungsrechtlichen Anforderungen an die Energieeffizienz von Wohngebäuden einhergehen, nicht außer Acht gelassen werden dürften. Die Spirale ständig steigender Mindestanforderungen an Modernisierung und Neubau nach der Energieeinsparverordnung (EnEV) führe dazu, dass die verfügbaren Investitionsmittel auf immer weniger Gebäude mit immer höheren Standards konzentriert werden müssen. Das verteuere das Wohnen in diesen Gebäuden in sozial nicht verantwortbarer Weise. Gleichzeitig sei diese Spirale auch klimaschutzpolitisch kontraproduktiv, weil sich die verfügbaren Investitionsmittel auf wenige "Leuchttürme" konzentrierten, statt auf viele weniger kostenträchtige energetische Modernisierungen verteilt zu werden. Dadurch sei die erreichte CO2-Reduktion viel geringer als es eigentlich möglich wäre.

"Auch müssen nach einer energetischen Sanierung die höheren Nettokaltmieten als angemessene Kosten der Unterkunft bei Hartz IV-Empfängern anerkannt werden", forderte der GdW-Präsident. Dadurch würden sich die Rahmenbedingungen für die energetische Modernisierung verbessern, ohne dass Mehrkosten für die Kosten der Unterkunft entstehen, da durch eine energetische Sanierung Einsparungen bei den Heizkosten erzielt werden.

Katharina Burkardt für GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen e.V. - 2009-12-07

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