2011-12-08
Mitteilung übermittelt durch Engel & Völkers Commercial. Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent verantwortlich.
Deutschland | Gewerbe-Immobilien-Marktinformationen
Steigende Mietpreise in Essen
Essen: Zahl der verkauften Wohn- und Geschäftshäuser erhöhte sich um 31 Prozent - Engel & Völkers Commercial sieht positive Stadtentwicklungen
Die Mietpreise in der Stadt Essen bewegen sich seit dem vergangenen Jahr wieder nach oben. Besonders deutlich ist der Anstieg in den sehr guten Lagen mit bis zu 10,00 Euro pro Quadratmeter und in den einfachen Lagen, wo sie zwischen 4,00 und 5,20 Euro liegen. Dies geht aus dem aktuellen Marktbericht für Wohn- und Geschäftshäuser* des international tätigen Beratungs- und Vermittlungsunternehmen für Gewerbeimmobilien Engel & Völkers Commercial hervor.
Nachfrage nach Wohnraum stabil
Trotz der rückläufigen Bevölkerungszahl wird die Nachfrage nach Wohnraum in Essen auch zukünftig weiter anhalten. „Die zunehmende Zahl an Ein-Personen-Haushalte sowie die umfangreichen Neugestaltungen einiger Stadtteile geben hier maßgebliche Impulse für den Markt“, erläutert Gregor Nijhuis, Leiter Wohn- und Geschäftshäuser bei Engel & Völkers Commercial Essen.
Impulse für die Stadtentwicklung
Mit der Ansiedlung der Thyssen-Krupp-Zentrale wird zwischen Westviertel, Innenstadt und Altendorf der Arbeits-, Wohn- und Freizeitstandort Krupp-Gürtel entwickelt. Diese Neugestaltung macht die Stadtteile für Mieter deutlich attraktiver. Die Entstehung des Universitätsviertels „Grüne Mitte Essen“ hat darüber hinaus zu einer bedeutenden Aufwertung des Bereichs zwischen Campus und Innenstadt gesorgt. „Das Quartier mit einem hohen Wohnanteil sowie Gewerbe-, Grün- und Wasserflächen und einer guten Anbindung an das Innenstadtgebiet wird auch positive Auswirkungen auf den Essener Norden, beispielsweise auf die Friedrich-Ebert-Straße, haben“, ist Nijhuis überzeugt. Das anliegende Ostviertel werde ebenfalls von der Quartiersentwicklung profitieren.
Mittlere Lagen im Fokus
Die begehrtesten Lagen befinden sich weiterhin im Essener Süden. Dazu zählen beispielsweise Rüttenscheid, Bredeney, Stadtwald, Heisingen und Werden. „Bei den mittleren Lagen rücken insbesondere die Stadtteile Kray, Huttrop, Steele und Frohnhausen in den Fokus der Investoren“, so Gregor Nijhuis.
Dynamischer Markt
Die Zahl der verkauften Wohn- und Geschäftshäuser erhöhte sich 2010 im Vergleich zum Vorjahr um 31 Prozent auf 394. Das Umsatzvolumen stieg um 6 Prozent auf 134 Millionen Euro. „Da jedoch vorwiegend kleinere Objekte verkauft wurden, sank der durchschnittliche Kaufpreis pro Immobilie leicht um 3 Prozent auf 340.000 Euro“, erklärt Nijhuis.
Lokale Investoren sind aktiv
Die Investoren sind derzeit in allen Wohnlagen der Stadt aktiv. Voraussetzung ist, dass die Qualität der Objekte stimmt. „Dominiert wird das Marktgeschehen überwiegend von lokalen Investoren mit guten Ortskenntnissen“, stellt Nijhuis fest. Hierbei handele es sich hauptsächlich um private Anleger und kleinere Immobiliengesellschaften. „Die Bereitschaft der Banken, Kredite zu vergeben, ist übrigens wieder gestiegen“, berichtet der Immobilienexperte. Allerdings sei die Fremdfinanzierung stark von der Lage und der Objektqualität abhängig, andernfalls müssten die Investoren einen hohen Eigenkapitalanteil beisteuern. Die Seite der Verkäufer werde überwiegend von privaten Eigentümern und Erbengemeinschaften bestimmt. Vereinzelt treten auch ausländische Verkäufer am Markt in Erscheinung.
Markt bleibt dynamisch
Bei den Verkaufszahlen von Wohn- und Geschäftshäusern rechnet Engel & Völkers Commercial Essen für 2011 mit einer ähnlichen Größenordnung wie im Vorjahr. „Aufgrund der steigenden Preis rechnen wir mit einem Anstieg des Umsatzvolumens auf 140 bis 150 Millionen Euro“, heißt es am Ende des Marktberichts.
*Bei Wohn- und Geschäftshäusern handelt es sich um Immobilien mit mindestens vier vermieteten Wohnungen, die im Besitz einer Privatperson, einer Erbengemeinschaft oder eines Unternehmens sind. Neben dem reinen Mehrfamilienhaus fallen unter den Begriff auch Mischobjekte, die gewerbliche Flächen enthalten, wie z.B. kleinere Ladenflächen im Erdgeschoss oder eine Arztpraxis. Der Anteil dieser Flächen erbringt jedoch weniger als 20 % der Nettokaltmiete, so dass der Wohncharakter dominiert. Synonyme in der Immobilienwirtschaft sind darüber hinaus Geschosshaus, Anlageimmobilie oder Zinshaus.
Greta Niessner für Engel & Völkers Commercial - 2011-12-08
Mitteilung übermittelt durch Engel & Völkers Commercial. Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent verantwortlich.