2011-08-10
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Deutschland | Gewerbe-Immobilien-Marktinformationen
Steigende Mieten in Hannover
Hannover: Immobilienexperten von Engel & Völkers Commercial registrieren höheren Umsatz bei Verkäufen von Wohn- und Geschäftshäusern
Steigende Haushaltszahlen, eine niedrige Neubautätigkeit sowie die hohe Anzahl an Studenten haben in Hannover zu einem starken Wohnraummangel und damit zu einem Anstieg der Mieten geführt. Die Mietspanne liegt derzeit in den einfachen Wohnlagen zwischen 4,00 und 5,50 Euro pro Quadratmeter und in den sehr guten Lagen zwischen 7,00 und 12,00 Euro. Dies geht aus dem aktuellen Marktbericht für Wohn- und Geschäftshäuser* des international tätigen Beratungs- und Vermittlungsunternehmen für Gewerbeimmobilien Engel & Völkers Commercial Hannover hervor.
Linden als Trendviertel etabliert
Zu den sehr guten Wohnlagen gehören die Stadtteile Hannover-Mitte sowie die List und die Südstadt. „Ebenso gefragt ist die zentrumsnahe Oststadt“, sagt Hanel, Bereichsleiter für Wohn- und Geschäftshäuser bei Engel & Völkers Commercial Hannover. Der multikulturell geprägte Stadtteil Linden habe sich mittlerweile als Trendviertel etabliert. „Aufgrund der Nähe zur Universität und zur Fachhochschule besteht hier eine hohe Nachfrage durch Studenten“, erklärt der Immobilienexperte. Die Umgestaltungen und Sanierungen des Platzes „Schwarzer Bär“ sowie der Neubau der Ihme-Brücke gäben dem Viertel positive Impulse. Im Stadtteil Döhren würden derzeit viele Wohnungen saniert und dementsprechend werde auch diese Lage weiter aufgewertet. Das im Stadtteil Mitte gelegene Warmbüchenviertel gewinne durch die Neubauaktivitäten in Form von Wohnraum an Attraktivität.
Aktiver Handel mit Mehrfamilienhäusern
Die Zahl der verkauften Häuser in der Region Hannover erhöhte sich 2011 im Vergleich zum Vorjahr von 309 auf 336. Das Umsatzvolumen nahm im selben Zeitraum deutlich von 171 auf 231 Millionen Euro zu. Damit stieg der durchschnittliche Kaufpreis pro Immobilie auf 690.000 Euro. „Das zeigt aber auch, dass wieder vermehrt größere Objekte gehandelt wurden“, so Peter Hanel. Da die Eigentümer weiterhin zurückhaltend agierten und insgesamt nur wenige Objekte am Markt seien, werde das Angebot der Nachfrage nicht gerecht. Dies führe wiederum zu einer verkürzten Prüfungsphase der Immobilien seitens der Käufer und zu einer schnellen Kaufentscheidung. Gefragt seien hauptsächlich reine Mehrfamilienhäuser. Bei Mischobjekten mit gewerblichen Flächen sähen viele Investoren häufig ein höheres Nachvermietungsrisiko.
Investoren mit regionaler Marktkenntnis
Das Marktgeschehen bestimmen vorwiegend private Investoren, die oft mit einem hohen Eigenkapitaleinsatz finanzieren. Sie kommen hauptsächlich aus der Region Hannover und aus Norddeutschland. „Ausländische Investoren beobachten den Markt meist nur und lassen sich – bevor es zu einem Kauf kommt – viel Zeit für eine ausgiebige Prüfung der Objekte“, berichtet Hanel.
Transaktionsvolumen wird zunehmen
Fürs laufende Jahr rechnet Engel & Völkers Commercial bei der Gesamtzahl der verkauften Wohn- und Geschäftshäuser mit einer ähnlichen Zahl wie 2010. „Das Transaktionsvolumen wird aufgrund der positiven Rahmenbedingungen für Investitionen weiter anziehen“, heißt es am Ende des Marktberichts.
*Bei Wohn- und Geschäftshäusern handelt es sich um Immobilien mit mindestens vier vermieteten Wohnungen, die im Besitz einer Privatperson, einer Erbengemeinschaft oder eines Unternehmens sind. Neben dem reinen Mehrfamilienhaus fallen unter den Begriff auch Mischobjekte, die gewerbliche Flächen enthalten, wie z.B. kleinere Ladenflächen im Erdgeschoss oder eine Arztpraxis. Der Anteil dieser Flächen erbringt jedoch weniger als 20 % der Nettokaltmiete, so dass der Wohncharakter dominiert. Synonyme in der Immobilienwirtschaft sind darüber hinaus Geschosshaus, Anlageimmobilie oder Zinshaus.
Greta Niessner für Engel & Völkers Commercial - 2011-08-10
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