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2011-12-05

Mitteilung übermittelt durch Engel & Völkers Commercial. Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent verantwortlich.

Deutschland | Gewerbe-Immobilien-Marktinformationen

Stabiler Wohnungsmarkt in Dortmund

Dortmund: Investoren kaufen 314 Wohn- und Geschäftshäuser im Wert von 122 Mio. Euro - Immobilienexperten von Engel & Völker Commercial sehen nur leicht steigende Preise

Dortmund, den 05. Dezember 2011. Stabile Verkaufszahlen und Umsätze kennzeichnen den Markt für Wohn- und Geschäftshäuser* in Dortmund. Während die Zahl der verkauften Objekte geringfügig auf 314 anstieg, sank das Umsatzvolumen leicht auf 122 Millionen Euro. Dies geht aus dem aktuellen Marktbericht des international tätigen Beratungs- und Vermittlungsunternehmen für Gewerbeimmobilien Engel & Völkers Commercial Dortmund hervor.

Nachfrage nach Anlageimmobilien steigt
Auch das durchschnittliche Verkaufsvolumen pro Immobilie fiel mit 390.000 Euro etwas niedriger aus. Dabei hat sich die Nachfrage im Vergleich zum Vorjahr erhöht. „Die Eigentümer halten sich aber insbesondere in den guten und sehr guten Lagen der südlichen Innenstadt mit Verkäufen zurück“, so Wolfram Rother, Leiter des Bereichs Wohn- und Geschäftshäuser bei Engel & Völkers Commercial Dortmund. Besser sei das Angebot in den einfachen und mittleren Randlagen.

Mehrfamilienhäuser im Fokus
In den einfachen Lagen werden lediglich Objekte nachgefragt, bei denen die Qualität und der Preis stimmen. Qualitativ minderwertige Objekte sind nur schwer zu vermarkten. Im nördlichen Teil der Stadt gestaltet sich der Vermarktungsprozess insgesamt schwierig. „Die Trennlinie verläuft etwa auf Höhe des Hellwegs, dem historischen Handelsweg“, stellt Rother fest. Insbesondere die Quartiere in der Nordstadt mit zum Teil problematischer Sozialstruktur seien kaum gefragt. Während reine Mehrfamilienhäuser schnell vermarktet würden, gestalte sich die Vermarktung von Wohn- und Geschäftshäusern mit einer Gewerbeeinheit wegen des höheren Nachvermietungsrisikos schwieriger. „Auch die Banken sehen dieses Risiko und sind bei der Kreditvergabe für solche Mischobjekte sehr restriktiv“, unterstreicht der Immobilienexperte.

Private Investoren aus der Region
Die Preise haben während der vergangenen Monate leicht angezogen. Dabei bleibt die Preissensibilität der Investoren hoch. „Der überwiegende Teil der potentiellen Käufer kommt aus Dortmund oder der näheren Umgebung“, sagt Rother. Hierbei handele es sich meist um solvente Privatinvestoren oder kleinere Unternehmen.

Hörde gewinnt an Attraktivität
Die Rahmenbedingungen für Investitionen in Wohn- und Geschäftshäuser sind laut Engel & Völkers Commercial differenziert zu betrachten. Von den sinkenden Einwohner- und Haushaltszahlen seien hauptsächlich die weniger attraktiven nördlichen Viertel betroffen. In den südlichen Vierteln und in den universitätsnahen Lagen seien Mietwohnungen hingegen gefragt. „Hier steigen die Mieten leicht“, berichtet Rother. Eine neue Entwicklung habe im ehemaligen Arbeiterviertel Hörde begonnen. Dort werde der jüngst freigegebene Phoenixsee die Attraktivität des Südostens von Dortmund steigern.

Markt mit weiteren Potenzialen
Im laufenden Jahr wird die Zahl der verkauften Wohn- und Geschäftshäuser wieder ansteigen. „Obwohl die Preise stabil bleiben, rechnen wir beim Umsatzvolumen aufgrund der gegenwärtig gehandelten kleineren Objekte nur mit einem leichten Anstieg auf ein Niveau zwischen 130 und 135 Millionen Euro“, prognostiziert Rother.


*Bei Wohn- und Geschäftshäusern handelt es sich um Immobilien mit mindestens vier vermieteten Wohnungen, die im Besitz einer Privatperson, einer Erbengemeinschaft oder eines Unternehmens sind. Neben dem reinen Mehrfamilienhaus fallen unter den Begriff auch Mischobjekte, die gewerbliche Flächen enthalten, wie z.B. kleinere Ladenflächen im Erdgeschoss oder eine Arztpraxis. Der Anteil dieser Flächen erbringt jedoch weniger als 20 % der Nettokaltmiete, so dass der Wohncharakter dominiert. Synonyme in der Immobilienwirtschaft sind darüber hinaus Geschosshaus, Anlageimmobilie oder Zinshaus.

Greta Niessner für Engel & Völkers Commercial - 2011-12-05

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