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2010-10-04

Mitteilung übermittelt durch Savills. Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent verantwortlich.

Deutschland | Green Building

Savills: Green Buildings gewinnen für Büronutzer in dt. Top 5 an Relevanz - Etwa 14 % des Vermietungsvolumens im 1. Halbjahr 2010 waren "grün"

Deutschland: In den fünf größten deutschen Büromärkten Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg und München gewinnen Green Buildings zunehmend an Relevanz. Im 1. Halbjahr 2010 wurden in diesen Städten Mietverträge über zusammen etwa 144.000 m² in Green Buildings abgeschlossen.

Dies entspricht einem Anteil von ca. 14 % am gesamten Vermietungsvolumen in diesem Zeitraum. Im gesamten Jahr 2009 wurden etwa 162.000 m² Bürofläche in Green Buildings vermietet, was einem Anteil von 8 % entsprach. „Diese Zahlen zeigen, dass sich Green Buildings an den deutschen Büromärkten zu etablieren beginnen“, erläutert Robert Kellershohn, Director Office Agency und bei Savills verantwortlich für das Bürovermietungsgeschäft in Deutschland, die von den Savills-Researchern ermittelten Ergebnisse.

Ein differenzierter Blick auf die einzelnen Büromärkte führt zu deutlichen Unterschieden. Während Green Buildings in Düsseldorf und Frankfurt bereits eine erhebliche Rolle spielen, der Anteil am Vermietungsvolumen betrug im 1. Halbjahr 2010 50 % bzw. 10 %, konnte in Berlin im untersuchten Zeitraum keine Vermietung in einem Green Building registriert werden. Dies ist in erster Linie auf die relativ hohen Flächenfertigstellungsvolumina in den beiden erstgenannten Städten zurückzuführen, wohingegen in Berlin derzeit nur wenige Projekte realisiert werden und die Anzahl der verfügbaren Green Buildings deshalb noch gering ist. Aber auch am Berliner Büromarkt werden Green Buildings zunehmend wichtiger: „Unternehmen auf der Suche nach neuen Büroflächen achten verstärkt auf die Nachhaltigkeit des Gebäudes“, berichtet Christian Leska, Managing Director Office Agency und bei Savills verantwortlich für das Bürovermietungsgeschäft in Berlin. „Insbesondere bei vielen der derzeit am Markt befindlichen Großgesuche ist eine Green-Building-Zertifizierung ein Muss“, so Leska. So wird beispielsweise die neue Total-Zentrale am Hauptbahnhof eine Zertifizierung nach LEED erhalten. Sobald alle erforderlichen Genehmigungen vorliegen, wird dieser für Berlin so wichtige Vertrag auch seine statistische Berücksichtigung finden.

Generell ist davon auszugehen, dass sich der Anteil des Vermietungsvolumens in Green Buildings in den nächsten Jahren weiter deutlich erhöhen wird. Da die Büronutzer zunehmend „grüne“ Büroflächen nachfragen, steigt auch der Druck auf die Investoren, für ihre Neubauprojekte eine Zertifizierung anzustreben, um die Drittverwendungsfähigkeit der Objekte zu erhöhen. Selbst die Sanierung von Bestandsobjekten erfolgt zunehmend unter dem Nachhaltigkeitsaspekt – das jüngst von der Allianz erworbene Triton (ca. 28.000 m²) im Frankfurter Westend sowie der im letzten Jahr von der Deutschen Bahn angemietete Silver Tower (ca. 72.000 m²) im Bankenviertel der Mainmetropole sind nur zwei Beispiele für diesen Trend. Insofern dürften insbesondere großflächige Anmietungen künftig überwiegend mit dem Label „Green Building“ versehen sein.

Julia Dietrich (Diet-Rich-Consulting) für Savills - 2010-10-04

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