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2009-12-03

Mitteilung übermittelt durch Kemper's Jones Lang LaSalle Retail GmbH. Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent verantwortlich.

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Offene Publikumsfonds und Asset/Fonds-Manager aktivste Handelsimmobilien-Investoren

Deutschland: Kemper’s Jones Lang LaSalle, Retail-Spezialist der Jones Lang LaSalle-Gruppe, hat die Investorengruppen auf dem Investmentmarkt für Handelsimmobilien analysiert. Basis der Untersuchung sind sämtliche bekannt gewordenen Transaktionen aller Handelsimmobilienkategorien (Geschäftshäuser, Fachmarktprodukte, Shopping Center, Warenhäuser).

Wie zu Jahresbeginn prognostiziert, sind Offene Publikumsfonds und Asset/Fonds-Manager * nach Ablauf der ersten drei Quartale mit zusammen rund 860 Millionen Euro Transaktionsvolumen die Hauptakteure. Geschlossene Fonds, Projektentwickler und Privatinvestoren / Family Offices komplettieren die Top 5 nach Transaktionsvolumen.

Offene Publikumsfonds und Asset/Fonds-Manager aktivste Investorengruppen


Auf dem Investmentmarkt für Handelsimmobilien ist seit dem dritten Quartal 2009 ein spürbarer Aufwärtstrend erkennbar. Das aufgelaufene Transaktionsvolumen in den ersten drei Quartalen beläuft sich nach Berechnungen von Kemper’s Jones Lang LaSalle auf rund 2,2 Milliarden Euro. Die beiden wichtigsten Investorengruppen sind dabei Offene Publikumsfonds mit rund 548 Millionen Euro Transaktionsvolumen, gefolgt von Asset/Fonds-Managern mit 311 Millionen Euro. Geschlossene Fonds (236 Millionen Euro), Projektentwickler (192) und Privatinvestoren/Family Offices (180)komplettieren die Top 5 der aktivsten Investorengruppen.

Transaktionsvolumen bei Offenen und Geschlossenen Fonds auf Vorjahresniveau - Immobilien-AGs und Versicherungen stark rückläufig

Offene und Geschlossene Fonds sowie Projektentwickler liegen mit den genannten Transaktionsvolumina ungefähr auf dem Niveau des Vorjahreszeitraums (Q1-3 2008). Dagegen sind die Volumina im Bereich Asset/Fonds-Manager von fast 900 auf rund 310 Millionen Euro zurück gegangen. Bei den Privatinvestoren und Family Offices bzw. Vermögensverwaltungsgesellschaften sank das Volumen von 637 auf 180 Millionen Euro. In dieser Anlegergruppe konnte das starke erste Quartal 2008 nicht wiederholt werden. Hinzu kommt, das der Markt für Investments von Privatanlegern wenig transparent und überwiegend kleinvolumig ist. Demenstprechend ist in dieser Anlegergruppe von einem recht hohen Maß an nicht bekannt gewordenen Transaktionen auszugehen. Besonders im dritten Quartal 2009 zeigten Privatinvestoren auch bei den bekannt gewordenen Verkäufen wieder eine erhöhte Aktivität. Starke Zuwächse verzeichnen Spezialfonds (168 vs. 62 Millionen Euro) und Pensionsfonds (168 vs. 11 Millionen Euro).

Stark rückläufig zeigen sich dagegen Immobilien-AGs/REITs und Versicherungen, die in den ersten drei Quartalen 2008 noch Volumina von 1.563 bzw. 650 Millionen Euro erzielt hatten. Im laufenden Jahr liegen beide Investorengruppen bis Ende September bei jeweils knapp über 100 Millionen Euro. Wenig überraschend ist der Rückgang bei den Banken, deren Transaktionsvolumen von rund 145 auf 10 Millionen Euro nachgibt.

Inländische Investoren gewinnen klar die Oberhand

Inländische Investoren gewinnen in 2009 klar die Oberhand. In den ersten drei Quartalen lag ihr Anteil am Transaktionsvolumen bei 87 Prozent. Noch im ersten Quartal 2008 war das Verhältnis genau umgekehrt. Auch im Gesamtjahr 2008 überwogen ausländische Investoren mit einem Verhältnis von 60:40. Im laufenden Jahr hat der Anteil inländischer Investoren von Quartal zu Quartal zugenommen. Die Prozentsätze stiegen laut Kemper’s Jones Lang LaSalle von 69 im ersten auf 87 im zweiten und 95 Prozent im dritten Quartal.

Risikoarme Handelsimmobilien ohne Schönheitsmakel gefragt – Interesse an opportunistischen Investments nimmt seit dem dritten Quartal zu

Wie zu Jahresbeginn prognostiziert, zeigen die Anleger insgesamt eine zurückhaltende Risikobereitschaft und konzentrieren sich auf wertbeständige Core-Investments. Risikobehaftetere Value Added- und opportunistische Investments hatten im ersten Halbjahr stark an Bedeutung verloren. Seit dem dritten Quartal ist das Interesse jedoch wieder lebhafter geworden. Im Mittelpunkt stehen dabei angelsächsisch geprägte Investoren.

Fundamentaldaten auf dem Investmentmarkt für Handelsimmobilien in Ordnung


Jörg Ritter, Head of Retail Capital Markets bei Kemper’s Jones Lang LaSalle: „Der signifikante Anstieg der gehandelten Einzelhandelsimmobilien im dritten Quartal ist sichtbarer Beleg einer Bodenbildung. Mit der Stabilisierung der Spitzenrenditen bildet sich nun ein klareres Preisniveau und Käufer und Verkäufer nähern sich hinsichtlich der Preisfindung an. Die Akteure haben wieder mehr Vertrauen und das weiterhin niedrige Zinsniveau sorgt für einen Mangel an renditestarken Alternativen. Für das vierte Quartal erwarten wir eine Fortsetzung der Marktbelebung mit einem Transaktionsvolumen von rund 1,2 Milliarden Euro. Das Gesamtjahr dürfte mit etwa 3,4 Milliarden Euro schließen.“

* Definition
Asset/Fonds-Manager: Nicht börsennotierte Unternehmen, deren Unternehmensziel die Bestandshaltung und/oder der Handel mit Immobilien ist.

Magnus Danneck für Kemper's Jones Lang LaSalle Retail GmbH - 2009-12-03

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