2009-08-20
Mitteilung übermittelt durch Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen e.V.. Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent verantwortlich.
Deutschland | Wohnbau, Städte, Bau
Neubau in Berlin weiter rückläufig
Berlin: Die Zahl der genehmigten Wohnungen ist in Berlin im ersten Halbjahr 2009 im Vergleich zum gleichen Vorjahreszeitraum um 21 Prozent gesunken.
Bei Mehrfamilienhäusern ging sie mit rund 46 Prozent noch deutlicher zurück. Maren Kern, Vorstandsmitglied beim Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen e.V. (BBU): „Angesichts niedriger Mieten und 100.000 langfristig leer stehenden Wohnungen ist Neubau in Berlin kaum finanzierbar.“
Nach heute vom Statistischen Bundesamt gemachten Angaben wurden im ersten Halbjahr 2009 in Berlin 757 Baugenehmigungen für Wohnungen erteilt. Im ersten Halbjahr 2008 waren es 960 Genehmigungen. Für Gebäude mit drei und mehr Wohnungen wurden 60 Genehmigungen erteilt, im Vorjahr waren es 111.
Deutlich unter Bundesdurchschnitt
Der Rückgang bei den Baugenehmigungen fällt in Berlin damit deutlich stärker aus als im Bundestrend. Hier wurden im Vorjahresvergleich nur 8,1 Prozent weniger Genehmigungen erteilt. Bei Mehrfamilienhäusern lag der Rückgang im Bundesschnitt sogar nur bei 4,6 Prozent. Kern: „Die Zahlen zeigen, dass der Berliner Wohnungsmarkt weiterhin entspannt ist. Trotz der weiterhin steigenden Wohnraumnachfrage verfügt die Stadt in Form des Leerstands noch über eine beträchtliche Wohnungsreserve.“ Angesichts der mit 4,83 Euro pro Quadratmeter sehr günstigen Berliner Durchschnittsmiete sei Neubau nur im Premiumsegment tragbar.
Unter dem Dach des BBU sind 365 Wohnungsbaugesellschaften und -genossenschaften der Länder Berlin und Brandenburg vereint. Die BBU-Mitgliedsunternehmen bewirtschaften gut 1,1 Millionen Wohnungen. Das sind über 40 Prozent aller Mietwohnungen in Berlin und fast 50 Prozent der Mietwohnungen im Land Brandenburg.
Dr. David Eberhart für Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen e.V. - 2009-08-20
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