2011-10-12
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Europa | Gewerbe-Immobilien-Marktinformationen, Gewerbeimmobilien
Nach Frankfurt nun auch Berlin unter den fünf beliebtesten europäischen Geschäftsstandorten
Europa: London auf Platz eins, Paris auf Platz zwei und Frankfurt auf Platz drei der beliebtesten Standorte Europas – Berlin steigt auf den fünften Platz – München behauptet sich auf Rang 9 der Beliebtheitsskala – Auf den Expansionslisten ganz oben: Moskau und Shanghai – Leichter Zugang zu Märkten und Kunden weiterhin wichtigstes Entscheidungskriterium
Deutschlands Metropolen zählen auch 2011 zu den beliebtesten Geschäftsstandorten in Europa. Unter den Top-Ten der von international operierenden Unternehmern favorisierten Standorte befinden sich drei deutsche Städte: Frankfurt, Berlin und München. Wie im Vorjahr gilt: Kein anderes Land kann derart viele Top-Geschäftsstandorte auf sich vereinigen.
An der Spitze der Rangliste, die Cushman & Wakefield (C&W) in seiner 23. Auflage des European Cities Monitor veröffentlicht, hat sich wie in den Vorjahren London behaupten können. Mit großer Konstanz folgen auf den nächsten beiden Plätzen Paris und Frankfurt. Berlin hat im dritten Jahr in Folge zwei Plätze gutmachen können und rangiert nun hinter Amsterdam auf Rang fünf. Die Bundeshauptstadt liegt damit ein weiteres Mal vor der bayerischen Landeshauptstadt München, die ihren neunten Platz aus dem Vorjahr halten konnte. Verlierer unter den deutschen Städten ist Düsseldorf. Die Rheinmetropole ist vom zehnten Platz auf den 14. gefallen. Wie im Vorjahr rangiert die Hansestadt Hamburg auf dem 15. Platz. Zu den internationalen Aufsteigern unter den Top-10 zählen Amsterdam (vom sechsten auf den vierten Rang), Madrid (vom achten auf den siebten Rang) und Zürich (vom 13. auf den zehnten Rang). An Boden verloren haben Barcelona (vom fünften Platz auf den sechsten) und Brüssel, das um ganze vier Plätze auf den achten Rang gefallen ist.
„Neben dem insgesamt sehr guten Ergebnis der deutschen Großstädte und dem traditionell starken Abschneiden Frankfurts, gilt bei der Analyse des diesjährigen Rankings besonderes Augenmerk der sehr guten Platzierung Berlins“, kommentiert Martin Brühl, Managing Partner von C&W in Deutschland. „Berlin besitzt mittlerweile globale Anziehungskraft. Eine Vielzahl von Faktoren hat die Bundeshauptstadt in den vergangenen Jahren stetig im Ansehen international operierender Unternehmer steigen lassen. Dazu zählt insbesondere das immense Kulturangebot der Metropole wie auch der weiterhin spürbare Geist der Veränderung und des Neuen. Nicht zu unterschätzende Pull-Faktoren sind auch die Berliner Universitäten und Hochschulen. Dieser Mix, gepaart mit einem mieterfreundlichen Wohnungsmarkt, hat Berlin zu einem weltweit nachgefragten Standort für junge und hochausgebildete Menschen werden lassen. Ein starker Standortfaktor für internationale Unternehmen. Diese zieht es nicht zuletzt auch aufgrund der günstigen Mietkonditionen auf dem lokalen Büromarkt und dem überzeugenden Auftritt Berlins in Sachen Wirtschaftsförderung an die Spree. Mit dieser Mischung dürfte sich Berlin in den kommenden Jahren im vorderen Feld der beliebtesten europäischen Geschäftsstandorten halten.“
Für den European Cities Monitor lässt das internationale Immobilienberatungsunternehmen alljährlich die standortverantwortlichen Führungskräfte des obersten Managements der 501 größten Unternehmen Europas befragen. Die Telefoninterviews zum Thema „Bester Unternehmensstandort in Europa“ werden von einem unabhängigen Meinungsumfrageinstitut durchgeführt. Das Ranking der 36 beliebtesten Standorte wird aus einem Scoring unterschiedlicher Faktoren wie beispielweise Marktzugang, Verkehrsanbindung, Telekommunikation, Büroraumkosten, Personalqualität und -kosten ermittelt.
Mit einem Sprung um acht Plätze von Rang 35 auf 27 ist Bukarest der große Gewinner der diesjährigen Befragung. Keine andere Stadt hat in den vergangenen zwölf Monaten derart an Wertschätzung gewinnen können. Stark auch Helsinki und Istanbul, die sich jeweils um fünf bzw. vier Plätze auf den 26. bzw. 22. Rang verbessern konnten. Wie im Vorjahr ist Rom der große Verlierer auf der internationalen Beliebtheitsskala. Nach einem Fall von Platz 22 auf Rang 28 im Jahr 2010, rangiert die italienische Hauptstadt nunmehr nur noch auf dem vorletzten Platz. Erneut bildet die griechische Hauptstadt Athen das Schlusslicht auf Platz 36.
Moskau wichtigstes Expansionsziel in Europa, jenseits der europäischen Grenzen ist es Shanghai
Befragt nach ihren innereuropäischen Expansionszielen, antworteten 57 Entscheidungsträger (2010: 47), dass sie in den kommenden fünf Jahren die Eröffnung eines Unternehmenssitzes in Moskau planen. Damit ist die russische Hauptstadt in dieser Kategorie ein weiteres Mal führend. Auf den Plätzen folgen London und Warschau. Berlin ist 2011 in dieser Kategorie der Aufsteiger Nummer eins: Während 2010 zwölf Unternehmer eine Expansion in die deutsche Hauptstadt planten, sind es in diesem Jahr 23. Auch Hamburg konnte in diesem Segment deutlich zulegen. Nannte 2010 nur ein Expansionsstratege Hamburg als Ziel, waren es in 2011 elf Befragte. Der stärkste Rückgang an Nennungen wurde für Istanbul registriert: während im Vorjahr 29 Unternehmer in die türkische Hauptstadt expandieren wollten, sind es 2011 nur 18; ein Minus von 38 %.
Die Zahl der Unternehmen, die sich eine Expansion auch außerhalb der europäischen Grenzen vorstellen können, ist im zweiten Jahr in Folge gestiegen. Der Fokus liegt dabei weiterhin auf den chinesischen, brasilianischen und indischen Metropolen. Auf Rang eins wird Shanghai geführt, gefolgt von Rio de Janeiro und Sao Paulo. Es folgen Neu Delhi, Mumbai und Peking.
Zugang zu Märkten und Kunden ist erneut wichtigstes Standortkriterium
Die Top-5 der wichtigsten Standortkriterien ist gegenüber dem Vorjahr unverändert. Das wichtigste Kriterium für eine Standortentscheidung ist im dritten Jahr in Folge der leichte Zugang zu Märkten und Kunden. Wie im Vorjahr wird die Verfügbarkeit von qualifizierten Mitarbeitern auf Platz zwei geführt. Die Plätze drei und vier in der Bewertungsskala nehmen die Qualität des Telekommunikationsangebots sowie die nationale und internationale Verkehrsanbindung ein. Auf Platz fünf folgt das Preis-Leistungs-Verhältnis von Büroflächen.
Deutschlands Top-5 können sich behaupten, wirklich zulegen kann nur Berlin
„Die deutschen Top-Standorte haben ein weiteres Mal ein im internationalen Ländervergleich sehr gutes Ergebnis eingefahren. Kein anderes Land kann derart viele Platzierungen unter den Top-15 verzeichnen“, so Inga Schwarz, Leiterin Research bei Cushman & Wakefield in Deutschland. „Das ist eine gute Nachricht. Allerdings zeigt ein Blick auf die jeweils erreichte Punktzahl, dass es sich kein deutscher Standort leisten kann, auf den erreichten Lorbeeren auszuruhen. Frankfurt liegt zwar weiterhin auf Platz 3 in der Rangliste, hat aber Punkte eingebüßt. Gleiches gilt für München und natürlich auch für Düsseldorf, das sogar um vier Plätze in der Bewertung gefallen ist. Hamburg konnte sowohl den Platz wie auch die Punktezahl des Vorjahres erreichen. Einzig Berlin konnte an Plätzen wie auch an Bewertungspunkten gewinnen. Der diesjährige Report kann nur eine Botschaft für die deutschen Städte haben: Die Konkurrenz schläft nicht. Es gibt viel zu tun.“
Susanne Weber für Cushman & Wakefield - 2011-10-12
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