2011-11-17
Mitteilung übermittelt durch Engel & Völkers Commercial. Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent verantwortlich.
Deutschland | Gewerbe-Immobilien-Marktinformationen
Mieten in Bremen ziehen an
Bremen: • Nachfrage nach Wohnraum wird weiter zu nehmen
• Regionale Investoren entdecken den Markt für Wohn- und Geschäftshäuser
• Engel & Völkers Commercial registriert Anstieg der Transaktionen um knapp 15 Prozent
Stabile Einwohner- und steigende Haushaltszahlen werden in Bremen zu einer weiter anziehenden Nachfrage nach Wohnraum führen. „Die Mieten haben in den guten und mittleren Lagen bereits angezogen, sind in den einfachen Lagen derzeit noch stabil“, erläutert Jörg Tantzen, Geschäftsführer bei Engel & Völkers Commercial Bremen, die Entwicklung in der Hansestadt.
Mietsteigerungen durch hohe Nachfrage
Das Interesse der Mieter und Anleger fokussiert sich auf die guten und sehr guten Lagen wie Schwachhausen, das zentrumsnahe Findorff und die östliche Vorstadt, in denen aber auch ein erheblicher Angebotsmangel herrscht. Dies führt laut dem aktuellen Marktreport des international tätigen Beratungs- und Vermittlungsunternehmen für Gewerbeimmobilien, Engel & Völkers Commercial, dort zu einem Anstieg der Mieten und damit zu einer Verteuerung der Immobilien. Die Preise befinden sich derzeit in den guten Lagen sogar auf einem Rekordhoch.
Mittlere Lagen vergleichsweise günstig
„Doch auch mittlere Lagen werden aufgrund des Angebotsmangels stärker nachgefragt“, unterstreicht Norbert Steinborn, Bereichsleiter für Wohn- und Geschäftshäuser* bei Engel & Völkers Commercial in Bremen. Allerdings habe sich dies dort bislang nur in leicht anziehenden Preisen bemerkbar gemacht, so dass ein deutlicher Preisunterschied zu den guten Lagen bestehe. Immobilien in einfachen Lagen ließen sich derzeit nur schwer vermarkten und würden von den Investoren nur in Betracht gezogen, solange das Umfeld, die nachhaltige Vermietbarkeit und die Objektqualität stimmen.
Entwicklungspotenzial in Hemelingen
„Potenzial hat die zentrumsnahe Lage von Hemelingen, eine eher einfache Lage, wo jedoch die Wohnqualität steigt und das Preis-Leistungsverhältnis für die Anleger interessant ist“, so der Immobilienexperte. Unterm Strich lasse sich feststellen, dass reine Mehrfamilienhäuser einfacher zu vermarkten sind, als Mischobjekte mit einer Gewerbeeinheit. Bei diesen Objekten sei die Fremdfinanzierung aufgrund des hohen Nachvermietungsrisikos mit vielen Auflagen und einer hohen Eigenkapitalquote verknüpft.
Mehr Immobilien verkauft
Im Jahr 2010 wurden in Bremen insgesamt 309 Wohn- und Geschäftshäuser verkauft. Damit stieg die Zahl der Transaktionen um knapp 15 Prozent. Das gesamte Umsatzvolumen ging allerdings leicht um zwei Prozent auf 91 Millionen Euro zurück. Der durchschnittliche Kaufpreis pro Immobilie lag damit bei 295.000 Euro. „Dies ist deutlich weniger als in den Boomjahren 2007 und 2008 und zeigt, dass viele kleinere Objekte gekauft wurden“, so Steinborn. Insgesamt ist aktuell die Nachfrage deutlich höher als das Angebot. Gesucht werden qualitativ hochwertige Objekte ohne Sanierungsbedarf. Gekauft wird – wie auch 2010 – vorwiegend in den innenstadtnahen Lagen. In den Randgebieten ist die Nachfrage schwach.
Investoren aus der Region
Die derzeitige Nachfrage wird durch potenzielle Käufer aus Bremen oder der näheren Umgebung bestimmt. „Dabei handelt es sich zum überwiegenden Teil um solvente Privatinvestoren“, berichtet Geschäftsführer Jörg Tantzen.
Steigerungspotenzial bei Mieten und Preise
Im laufenden Jahr wird die Zahl der verkauften Wohn- und Geschäftshäuser in Bremen nur leicht ansteigen. „Wir rechnen mit einem Umsatzvolumen zwischen 110 und 115 Millionen Euro“, heißt es in dem Marktbericht von Engel & Völkers Commercial. Die Preise und Mieten hätten weiteres Steigerungspotential.
*Bei Wohn- und Geschäftshäusern handelt es sich um Immobilien mit mindestens vier vermieteten Wohnungen, die im Besitz einer Privatperson, einer Erbengemeinschaft oder eines Unternehmens sind. Neben dem reinen Mehrfamilienhaus fallen unter den Begriff auch Mischobjekte, die gewerbliche Flächen enthalten, wie z.B. kleinere Ladenflächen im Erdgeschoss oder eine Arztpraxis. Der Anteil dieser Flächen erbringt jedoch weniger als 20 % der Nettokaltmiete, so dass der Wohncharakter dominiert. Synonyme in der Immobilienwirtschaft sind darüber hinaus Geschosshaus, Anlageimmobilie oder Zinshaus
Greta Niessner für Engel & Völkers Commercial - 2011-11-17
Mitteilung übermittelt durch Engel & Völkers Commercial. Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent verantwortlich.