2011-11-14
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Deutschland | Gewerbe-Immobilien-Marktinformationen
Mieten in Bielefeld steigern kontinuierlich
Bielefeld: • Nachfrage nach Wohnraum übersteigt das aktuelle Angebot
• Engel & Völkers Commercial Bielefeld veröffentlicht „Marktreport Wohn- und Geschäftshäuser“
Die Nachfrage nach Wohnraum übersteigt in Bielefeld das Angebot. Neben den allgemeinen demografischen Faktoren ist für diese Entwicklung auch die steigende Studentenzahl verantwortlich. „Demzufolge steigen in allen Lagen kontinuierlich die Mieten, insbesondere auch für hochwertige Mietwohnungen“, berichtet Björn Pfaffner, Leiter Wohn- und Geschäftshäuser* bei Engel & Völkers Commercial Bielefeld. Laut dem aktuellen Marktbericht des international tätigen Beratungs- und Vermittlungsunternehmen für Gewerbeimmobilien liegt derzeit die Spanne in den einfachen Lagen zwischen 5,00 und 6,50 Euro pro Quadratmeter, während die Mieten in den sehr guten Lagen bis zu 10,00 Euro pro Quadratmeter erreicht haben.
Immobiliennachfrage steigt
Für Anleger, die in Immobilien investieren, sind diese Rahmenbedingungen sehr attraktiv. Demzufolge ist die Nachfrage der Investoren im Vergleich zu 2010 noch größer geworden und deutlich höher als das Angebot. „So verkürzte sich auch der Vermarktungsprozess, obwohl die Anleger noch immer alle Objekte genau unter die Lupe nehmen“, betont Pfaffner.
Preisniveau auf Höchstniveau
Vor diesem Hintergrund kennzeichnen steigende Preise, die sich auf einem Höchstniveau befinden, und anziehende Umsatzzahlen den Markt für Wohn- und Geschäftshäuser in Bielefeld. Im Jahr 2010 wurde in der Universitätsstadt bei einer Anzahl von 159 Transaktionen ein Umsatzvolumen von 88 Millionen Euro erzielt. Während die Zahl der verkauften Objekte damit um acht Prozent gesunken ist, stieg das Verkaufsvolumen um mehr als 23 Prozent. „Dies liegt daran, dass im Vergleich zu 2008 und 2009 wieder vermehrt größere Objekte gehandelt wurden“, erklärt Björn Pfaffner. So sei der Durchschnittspreis pro Immobilie von knapp 400.000 auf nunmehr 560.000 Euro gestiegen.
Aufwertung universitätsnaher Lagen
Neben den etablierten Lagen im Innenstadtbereich sind auch die universitätsnahen Lagen wegen der großen Nachfrage durch Studenten bei Investoren sehr beliebt. „Durch den Ausbau der Universität werden diese Lagen weiter aufgewertet“, unterstreicht Pfaffner. Gekauft werde aber in allen Lagen. Während bislang meist nur die guten Wohnlagen im Fokus der Käufer gestanden hätten, erstrecke sich deren Interesse wegen der Angebotsknappheit mittlerweile auch auf die mittleren und einfachen Lagen. „Reine Mehrfamilienhäuser lassen sich derzeit allerdings erheblich schneller vermarkten als Mischobjekte mit einer Gewerbeeinheit, wie beispielsweise einer Ladenzeile“, unterstreicht der Immobilienexperte. Deren Vermarktung gestalte sich deshalb so schwierig, weil die Investoren hier ein höheres Nachvermietungsrisiko sähen.
Förderung für energetische Sanierungen
Auch Immobilien, die sich aufgrund ihrer speziellen Lage oder Objektqualität schon längere Zeit in der Vermarktung befinden, stoßen wieder auf Interesse. Dies gilt auch für Objekte mit Sanierungsstau. „Hier kommen wegen der geplanten Förderung für energetische Sanierungen wieder steuerliche Interessen zum Tragen“, sagt Pfaffner.
Private Investoren aus der Region
Die Preise haben in allen Lagen weiter stark angezogen. In vielen Lagen von Bielefeld werden mittlerweile Preise erzielt, die vor wenigen Jahren noch als unrealistisch galten. „Die Akteure des Marktes kommen zum überwiegenden Teil aus Bielefeld oder aus der näheren Umgebung“, berichtet Pfaffner.
Zusätzliche Potenziale im Markt
Trotz des begrenzten Angebots gehen die Experten von Engel & Völkers Commercial davon aus, dass die Zahl der Verkäufe 2011 im Vergleich zum Vorjahr ansteigen wird. „Wir halten ein Umsatzvolumen von mehr als 100 Millionen Euro für durchaus realistisch“, prognostiziert Pfaffner.
*Bei Wohn- und Geschäftshäusern handelt es sich um Immobilien mit mindestens vier vermieteten Wohnungen, die im Besitz einer Privatperson, einer Erbengemeinschaft oder eines Unternehmens sind. Neben dem reinen Mehrfamilienhaus fallen unter den Begriff auch Mischobjekte, die gewerbliche Flächen enthalten, wie z.B. kleinere Ladenflächen im Erdgeschoss oder eine Arztpraxis. Der Anteil dieser Flächen erbringt jedoch weniger als 20 % der Nettokaltmiete, so dass der Wohncharakter dominiert. Synonyme in der Immobilienwirtschaft sind darüber hinaus Geschosshaus, Anlageimmobilie oder Zinshaus.
Greta Niessner für Engel & Völkers Commercial - 2011-11-14
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