Gewerbeimmobilien

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2009-01-28

Mitteilung übermittelt durch IVD Institut - Gesellschaft für Immobilienmarktforschung und Berufsbildung mbH. Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent verantwortlich.

Deutschland | Gewerbe-Immobilien-Marktinformationen, Immobilien-Verbände

Immobilienpreisspiegel 2008/2009: Wohnimmobilienmarkt in Baden-Württemberg war im letzten Jahr stabil bzw. in einer ganzen Reihe von Regionen tendenziell steigend

Baden-Württemberg: Karlsruhe: günstige Mietwohnungen knapp; Ulm: Mieten steigen; Mannheim: Einfamilienhäuser gefragt; Stuttgart: Wohnungspreise legen zu Der Wohnimmobilienmarkt in Baden-Württemberg war, so der Vorstandsvorsitzender des Immobilienverband Deutschland IVD Süd e.V. Erik Nothhelfer, nach Untersuchungen des IVD-Marktforschungsinstitutes im letzten Jahr stabil bzw. in einer ganzen Reihe von Regionen tendenziell steigend.

Der für das Marktgeschehen mengenmäßig sehr bedeutende Eigentumswohnungsblieb im Mittel der baden-württembergischen Großstädte, mit leichten Schwankungen, weitgehend auf dem Niveau von vor 10 Jahren. Im letzten Jahr kam es dann zu deutlichen Anstiegen.

Grundsätzlich bewegen sich die Immobilienpreise, wie Prof. Stephan Kippes feststellte, in vielen Regionen nach maßvollen Anstiegen in den letzten Jahren noch auf einem relativ niedrigen bzw. günstigen Einstiegspreis und auch die Zinsen sind im Moment auf einem sehr attraktiven Niveau; insofern ist der Einstiegszeitpunkt nach wie vor sehr günstig.

Das Umsatzvolumen am Investmentmarkt in Baden-Württemberg ist stark zurückgegangen, wobei der IVD, so Prof. Stephan Kippes, schon darauf hingewiesen hatte, „dass sich die Umsatztätigkeit langfristig nicht an den Werten der atypischen Rekordjahre 2006 und 2007 orientieren werde, sondern an üblichen Größenordnungen wie sie etwa im Jahr 2005 realisiert wurden. Insofern handelt es sich um eine Normalisierung der Immobilienumsätze im Investmentbereich, der sich an diesen Jahren orientieren wird".

Im Einzelnen berichtet Prof. Stephan Kippes von folgenden Trends in baden-württembergischen Metropolen:


Karlsruhe Es besteht eine starke Nachfrage seitens der Hightech-Industrie nach Gewerbeflächen. Weiter kommt dem Standort eine Existenzgründungswelle im Software-Entwicklungsbereich zugute. Aufgrund dieser starken Hightech-Fokussierung wird Karlsruhe vielfach auch als Technologie-Region in Deutschland angesehen. Im Wohnimmobilienbereich findet in Karlsruhe eine Bewegung vom Umland in die Stadt statt. Die Umwandlung von Industrieflächen in Richtung Wohnungsbau hat dem Standort sehr positive Impulse gegeben. Speziell im preisgünstigen Wohnraum besteht bei Mietwohnungen eine absolute Wohnungsknappheit.

Mannheim Nach einem stagnierenden Geschäft im Dezember 2008, ziehen die Geschäfte wieder an. Zu den gefragten Immobilienobjekten gehören Wohn- und Geschäftshäuser und Einfamilienhäuser. Eigentumswohnungen werden weniger nachgefragt. Das Interesse bei Gewerbeimmobilien ist stark auf die Mannheimer Fußgängerzone fokussiert.

Heidelberg Die Universitätsstadt Heidelberg ist eine „kleine Oase" in der Region. Besonders nachgefragt werden 2-Zimmer-Wohnungen vorzugsweise im Stadtzentrum. Bei größeren Wohnungen ist die Nachfrage etwas geringer. Gute Lage und Qualität der Immobilie spielen bei der Entscheidung zum Kauf eine wichtige Rolle. Fallen Objekt- und Lagequalität, sinkt auch die Nachfrage.

Ulm Auf Grund ausreichender Eigenheimbauflächen sind die Kaufpreise für Häuser in Ulm relativ stabil. Die Preise bei gebrauchten Eigentumswohnungen werden sich in absehbarer Zeit nicht signifikant verändern. Dies ist einerseits auf die erhöhten Anforderungsprofile durch den Käufer (Wohnungsgröße, Ausstattung, Stellplätze etc.) und anderseits auf das erhöhte Angebot der Verkäufer zurückzuführen. Da die Baugenehmigungszahlen seit Jahren sinken, entsteht ein Nachfrageüberhang bei Mietwohnungen, der zu steigenden Wohnungsmieten führt. Hierbei sind jedoch regionale, qualitative und wohnungsspezifische Unterschiede zu berücksichtigen. Der Ulmer Gewerbeimmobilienmarkt profitierte vom konjunkturellen Aufschwung der letzten Jahre. Hier konnten die Bestandsimmobilien wegen den geringen Bautätigkeiten gegenüber Neubauten an Bedeutung gewinnen. Nachfrage und Preisniveau bei Büroimmobilien sind auf einem relativ niedrigen Niveau. Sowohl bei den Büromieten als auch bei den Ladenlokalen zieht es den Kunden wieder in die Stadt.

Prof. Dr. Stephan Kippes für IVD Institut - Gesellschaft für Immobilienmarktforschung und Berufsbildung mbH - 2009-01-28

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