2011-11-30
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Deutschland | Gewerbe-Immobilien-Marktinformationen
Immobilienpreise in Duisburg ziehen leicht an
Duisburg: Experten von Engel & Völkers Commercial sehen starke Nachfrage im Süden der Stadt - Qualitativ hochwertige Mietwohnungen mit konstanter Nachfrage
Steigende Umsatzzahlen und leicht anziehende Preise kennzeichnen den Markt für Wohn- und Geschäftshäuser* in Duisburg. Im Jahr 2010 wurden 430 Immobilien gehandelt, was einem Zuwachs von 17 Prozent entspricht. Das Verkaufsvolumen stieg nach dem starken Einbruch des Jahres 2009 jetzt wieder um mehr als 39 Prozent auf 103 Millionen Euro. Dies geht aus dem aktuellen Marktbericht für Wohn- und Geschäftshäuser des international tätigen Beratungs- und Vermittlungsunternehmen für Gewerbeimmobilien, Engel & Völkers Commercial, hervor.
Nachfrage übersteigt das Angebot
Der durchschnittliche Verkaufspreis pro Immobilie lag mit 240.000 Euro deutlich unter dem langjährigen Durchschnitt von 330.000 Euro, weil überwiegend kleinere Objekte gehandelt wurden. Insgesamt hat die Nachfrage weiter angezogen und übersteigt das Angebot. „Insbesondere in den guten und mittleren Lagen gebe es einen deutlichen Mangel an handelbaren Objekten“, berichtet Tim Solenski, der für den Bereich Wohn- und Geschäftshäuser bei Engel & Völkers Commercial in Duisburg zuständig ist. Dies habe dazu geführt, dass neben den mittleren Lagen teilweise auch einfache Lagen in den Fokus der Anleger gerückt sind, solange das Umfeld, die nachhaltige Vermietbarkeit und Objektqualität stimmen. „Qualitativ minderwertige Immobilien sind nach wie vor nur schwer und mit deutlichen Abschlägen zu vermarkten“, unterstreicht der Immobilienexperte.
Gute und mittlere Lagen im Fokus
Die Nachfrage konzentriere sich auf den südlichen Teil der Stadt, etwa südlich der A 40, wo sich die guten und mittleren Lagen befinden. „Doch auch die mittleren Lagen im nordöstlichen Stadtbezirk Walsum, zum Beispiel im Ortsteil Aldenrade, bieten Anlegern teilweise interessante Perspektiven“, meint Solenski. In den Stadtbezirken Meiderich/Beek und Marxloh sei die Vermarktungssituation wegen der gegenwärtig nicht einfachen sozialen Struktur verbunden mit einer häufig vernachlässigten Bausubstanz tendenziell schwierig. Leerstände seien die Folge.
Interesse bei Düsseldorfer Investoren
Die Preise haben während der vergangenen Monate in den guten Lagen leicht angezogen. „In den mittleren und insbesondere einfachen Lagen ist die Preissensibilität der Käufer indes sehr hoch“, so Solenski. Die derzeitigen Investoren kämen vor allem aus Duisburg oder der näheren Umgebung. Auch einige Düsseldorfer suchten wegen der Nachbarschaft im südlichen Teil der Stadt nach geeigneten Objekten. Bei den Anlegern handele es sich vorwiegend um vermögende Privatpersonen. Aber auch kleinere Unternehmen, die ihre Bestände erweitern wollen, seien am Markt aktiv.
Hochwertige Mietwohnungen gefragt
Die Rahmenbedingungen für Investitionen in Wohn- und Geschäftshäuser in Duisburg sind differenziert zu betrachten. Von den sinkenden Einwohner- und Haushaltszahlen sind vor allen die wenig attraktiven Viertel nördlich des Hafens betroffen. In den südlichen Vierteln sind qualitativ hochwertige Mietwohnungen dauerhaft gefragt.
Markt bleibt stabil
Für dieses Jahr gehen die Immobilienexperten von Engel & Völkers Commercial bei der Zahl der verkauften Wohn- und Geschäftshäuser von einer ähnlichen Größenordnung wie 2010 aus. „Bei stabilen Preisen und Faktoren rechnen wir mit einem Umsatzvolumen zwischen 110 und 115 Millionen Euro“, heißt es am Ende des Marktberichts.
*Bei Wohn- und Geschäftshäusern handelt es sich um Immobilien mit mindestens vier vermieteten Wohnungen, die im Besitz einer Privatperson, einer Erbengemeinschaft oder eines Unternehmens sind. Neben dem reinen Mehrfamilienhaus fallen unter den Begriff auch Mischobjekte, die gewerbliche Flächen enthalten, wie z.B. kleinere Ladenflächen im Erdgeschoss oder eine Arztpraxis. Der Anteil dieser Flächen erbringt jedoch weniger als 20 % der Nettokaltmiete, so dass der Wohncharakter dominiert. Synonyme in der Immobilienwirtschaft sind darüber hinaus Geschosshaus, Anlageimmobilie oder Zinshaus.
Greta Niessner für Engel & Völkers Commercial - 2011-11-30
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