2009-08-05
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Deutschland | Wirtschaft, Bank, Unternehmen
HVB Group: 1. Halbjahr 2009 mit sehr gutem operativem Ergebnis
Deutschland: Kräftiger Anstieg beim Zinsüberschuss und beim Handelsergebnis im 2. Quartal
Sehr gute operative Geschäftsentwicklung im 1. Halbjahr 2009:
Im insgesamt weiterhin schwierigen Marktumfeld des 1. Halbjah-res 2009 erwirtschaftete die HVB Group ein sehr gutes operatives Ergebnis von 1.692 Mio. , das gegenüber dem Vorjahr um rund eine Milliarde Euro bzw. um das 1,5-fache stieg. Diese erfreuliche Entwicklung ist vor allem auf den kräftigen Anstieg der operativen Erträge um rund 41 % auf 3.418 Mio. zurückzuführen. Wesentli-che Ursachen hierfür sind die deutliche Zunahme des Zinsüber-schusses um 464 Mio. und die signifikante Verbesserung des Handelsergebnisses um 673 Mio. . Mit einem weiter rückläufigen Verwaltungsaufwand führten die kräftigen Ertragssteigerungen zu einer sehr guten Cost-Income-Ratio von 50,5 %. Trotz der in einem erheblich verschlechterten Kreditumfeld auf 969 Mio. gestiegenen Kreditrisikovorsorge und der Einmalbelastung aus Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 267 Mio. erzielte die HVB Group ein Ergebnis vor Steuern in Höhe von 372 Mio. . Bereinigt um die Einmalbelastungen aus den Restrukturierungs-aufwendungen ergibt sich ein Anstieg des Ergebnisses vor Steu-ern um rund 75 % auf 639 Mio. . Bereinigt um die Einmaleffekte verbesserte sich auch der Gewinn nach Steuern gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum um fast 80 % auf 348 Mio. .
Diese insgesamt gute Ergebnisentwicklung wurde überwiegend in der Division Markets & Investment Banking mit einem signifikan-ten Turnaround bei den operativen Erträgen und beim operativen Ergebnis erwirtschaftet. Dazu führten der kräftige Anstieg im Zinsüberschuss und die Verbesserung des Handelsergebnisses. Trotz der Belastungen aus den im Zusammenhang mit der strate-gischen Neuausrichtung stehenden Restrukturierungen (-187 Mio. ) und der deutlich auf 387 Mio. erhöhten Kreditrisikovorsorge konnte die Division erstmals seit Anfang 2008 ein positives Ergebnis vor Steuern in Höhe von 200 Mio. erzielen (Vorjahr: -266 Mio. ). Bereinigt um die Restrukturierungsaufwendungen liegt das Ergebnis vor Steuern bei 387 Mio. , was einen Anstieg gegenüber dem bereinigten Vorjahr um 652 Mio. bedeutet.
Ebenso erfreulich ist die auch im 1. Halbjahr 2009 nachhaltige operative Ertragskraft der Division Firmen- & Kommerzielle Immobilienkunden mit einem deutlichen Anstieg der operativen Erträge (+10,5 %) und des operativen Ergebnisses (+16,0 %).
Das Ergebnis vor Steuern dieser Division lag jedoch mit 58 Mio. insbesondere wegen des kräftig gestiegenen Risikovorsorgeauf-wands, aber auch infolge der Restrukturierungsaufwendungen (-25 Mio. ) unter dem Ergebnis des 1. Halbjahres 2008 (379 Mio. ). Bereinigt um diese Einmaleffekte lag das Ergebnis vor Steuern bei 83 Mio. .
Bei den Divisionen Wealth Management und Privat- und Geschäftskunden führte insbesondere die ausgeprägte Zurückhaltung der Anleger zu Ergebnisrückgängen gegenüber dem 1. Halbjahr 2008, das noch von einem deutlich günstigeren Marktumfeld profitierte. Die Division Wealth Management erzielte ein positives Ergebnis vor Steuern (39 Mio. ). Bei der Division Privat- und Geschäftskunden ergab sich im 1. Halbjahr 2009 nur auf Grund der einmaligen Sonderbelastungen durch Restrukturie-rungsaufwendungen in Höhe von 55 Mio. ein negatives Ergebnis vor Steuern in Höhe von -8 Mio. . Um diese bereinigt erreicht auch die Division Privat- und Geschäftskunden ein positives Ergebnis vor Steuern (47 Mio. ).
Erfreuliche Entwicklung im 2. Quartal 2009:
Die HVB Group verzeichnete im 2. Quartal 2009 eine sehr erfreu-liche, kräftige finanzielle Verbesserung gegenüber dem durch die Wirtschaftskrise stark belasteten 1. Quartal 2009. Die operativen Erträge stiegen kräftig um 806 Mio. auf 2.112 Mio. an, das sind +61,7 %. Der Zinsüberschuss inklusive Dividenden von 1.151 Mio. war leicht rückläufig, konnte jedoch das gute Niveau des 1. Quartals 2009 fast wiederholen. Der Provisionsüberschuss lag mit 305 Mio. über dem Wert des 1. Quartals 2009 (+3,4 %). Das Handelsergebnis erholte sich im 2. Quartal und stieg kräftig auf 605 Mio. an (1. Quartal 2009: -261 Mio. ). Die Verwaltungs-aufwendungen lagen wegen höherer Beiträge an die Einlagen-sicherungssysteme und den Pensionssicherungsverein leicht über dem 1. Quartal 2009 (+2,1%). Das operative Ergebnis hat sich mit 1.240 Mio. im 2. Quartal 2009 fast verdreifacht, nach 452 Mio. im 1. Quartal 2009. Die Kreditrisikovorsorge musste im Zuge der Wirtschaftskrise mit einem deutlich schwierigeren Kreditumfeld auf 686 Mio. angehoben werden (283 Mio. im 1. Quartal 2009). Das Ergebnis vor Steuern stieg deutlich auf 278 Mio. , bereinigt um Einmalbelastungen aus Restrukturierung auf erfreuliche 496 Mio. (1. Quartal 2009: bereinigt 143 Mio. ).
Dr. Theodor Weimer, Sprecher des Vorstands der Hypo-Vereinsbank:
"Trotz des anhaltend schwierigen Umfelds haben wir im 2. Quartal 2009 ein sehr starkes operatives Ergebnis erzielt. Insgesamt ist das Ergebnis für das 1. Halbjahr 2009 trotz deut-lich gestiegener Risikovorsorgeaufwendungen sehr zufrieden-stellend. Wir erwarten, dass die wirtschaftlichen Bedingungen sowohl weltweit als auch in Deutschland weiterhin schwierig bleiben werden. Damit ist die Entwicklung für das gesamte Geschäftsjahr 2009 weiterhin nicht hinreichend zuverlässig zu prognostizieren. Mittelfristig betrachtet ist die HypoVereinsbank mit ihrer guten strategischen Ausrichtung und der exzellenten Kapitalausstattung gut gerüstet, um von einem verbesserten Geschäftsumfeld zu profitieren."
Die Erfolgsentwicklung im Einzelnen:
Zinsüberschuss: Der Überschuss aus dem originären Zins-geschäft erhöhte sich im 1. Halbjahr 2009 um 559 Mio. auf 2.353 Mio. . Dieser Anstieg resultiert im Wesentlichen aus den gegenüber dem Vorjahr signifikant gestiegenen handelsinduzier-ten Zinsen. Ferner ist der Anstieg des Zinsüberschusses auf posi-tive Effekte aus der Amortisierung der reklassifizierten Bestände zurückzuführen. Beide Sachverhalte wirken sich in der Division Markets & Investment Banking aus, die einen Anstieg des Zins-überschusses um 496 Mio. verzeichnete.
Die in 2009 vereinnahmten Erträge aus "Dividenden und ähnliche Erträge aus Kapitalinvestitionen" in Höhe von 30 Mio. lagen deutlich unter dem Vorjahreswert (125 Mio. ). Dieser Rückgang ist entsprechend der allgemeinen Marktentwicklung auf die gesunkenen Ausschüttungen aus Private Equity Funds und auf niedrigere Dividendenzahlungen aus dem Anteilsbesitz zurück-zuführen.
Provisionsüberschuss: Die Entwicklung des Provisionsüber-schusses spiegelt das anhaltend schwierige Umfeld und die damit verbundene Zurückhaltung der Anleger wider. Mit 600 Mio. liegt der Provisionsüberschuss im 1. Halbjahr 2009 deutlich unter dem guten Ergebnis des Vorjahreszeitraums (781 Mio. ). Dabei redu-zierten sich vor allem die Provisionseinnahmen im Wertpapierge-schäft bei den Divisionen Privat- und Geschäftskunden sowie Wealth Management infolge der anhaltenden Zurückhaltung der Kunden und des reduzierten Depotvolumens. Diese Entwicklung spiegelt sich insbesondere in dem um ein Drittel auf 299 Mio. gesunkenen Provisionsüberschuss aus Management- und Mak-lerdienstleistungen wider. Ferner reduzierten sich die Provisions-einnahmen aus dem Kreditgeschäft um 11 % auf 182 Mio. und im sonstigen Dienstleistungsgeschäft um 11 Mio. auf 21 Mio. . Das Ergebnis aus Dienstleistungen im Zusammenhang mit dem Zahlungsverkehr erhöhte sich dagegen leicht um 3 % auf 98 Mio. .
Handelsergebnis: Im 2. Quartal 2009 erzielte die HVB Group in einem gegenüber den Vorquartalen tendenziell günstigeren Um-feld ein positives Handelsergebnis in Höhe von 605 Mio. . Damit konnte zur Jahresmitte 2009 mit 344 Mio. ein positives Handels-ergebnis ausgewiesen werden, das den Vorjahreswert um 673 Mio. übersteigt. Zu diesem erfreulichen Handelsergebnis führten die um 802 Mio. auf 500 Mio. gestiegenen Nettoge-winne aus Finanzinstrumenten, die dem Handelsbestand zugeordnet sind. Zu dieser positiven Entwicklung haben alle Bereiche in der Markets Area beigetragen. Dagegen war das Ergebnis aus den der Fair-Value-Option zugeordneten Beständen auf Grund von Spreadausweitungen insbesondere bei Staatsanleihen nega-tiv (-167 Mio. , nach -25 Mio. im 1. Halbjahr 2008).
Verwaltungsaufwand: Die gesamten Verwaltungsaufwendungen entwickelten sich erfreulich und ermäßigten sich gegenüber dem Vorjahr um 1,9 % auf 1.726 Mio. . Sie zeigen damit weiterhin die Erfolge aus dem erfolgreichen Kostenmanagement. Dabei redu-zierten sich die Personalaufwendungen vor allem wegen der Reduzierung des Personalstands um 11,5 %. Durch die Einbrin-gung der HVB Information Services GmbH & Co KG (HVB IS) in die UniCredit Global Information Services S.p.A. (UGIS) und weitere Outsourcing-Maßnahmen kam es darüber hinaus zur Verlagerung von Personalaufwendungen zu den Anderen Verwal-tungsaufwendungen. Die Anderen Verwaltungsaufwendungen einschließlich Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen erhöhten sich unter anderem neben der oben beschriebenen Verlagerung auch durch erhöhte Zahlungen für die Einlagensicherungssysteme deutscher Banken um insgesamt 11,5 %. Bereinigt um Währungs- sowie Erst- und Entkonsoli-dierungseffekte reduzierte sich der Verwaltungsaufwand insgesamt sogar um 2,8 %.
Operatives Ergebnis: Trotz der insgesamt noch schwierigen Marktsituation erzielte die HVB Group mit 1.692 Mio. ein erfreu-lich positives operatives Ergebnis, das um mehr als eine Milliarde über dem Vorjahresergebnis liegt. Die Cost-Income-Ratio für die ersten sechs Monate 2009 verbesserte sich gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum signifikant auf einen hervorragenden Wert in Höhe von 50,5 % nach 72,4 % im 1. Halbjahr 2008.
Aufwendungen für Restrukturierungen: Im 1. Halbjahr 2009 weist die HVB Group in diesem GuV-Posten einen Aufwand in Höhe von 267 Mio. aus, der im Zusammenhang mit dem Anfang Februar 2009 vom Vorstand der HVB AG bekannt gegebenen Stellenabbau von insgesamt 2.500 Stellen gegenüber Ende 2007 steht. Vom Gesamtbetrag entfallen 187 Mio. auf konkrete Restrukturierungsmaßnahmen für die bereits im letzten Jahr verkündete strategische Neuausrichtung der Division Markets & Investment Banking. Die übrigen Restrukturierungsaufwendungen werden in den Divisionen Privat- und Geschäftskunden (55 Mio. ) und Firmen- & Kommerzielle Immobilienkunden (25 Mio. ) ausgewiesen.
Kreditrisikovorsorge: Die Kreditrisikovorsorge erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr (256 Mio. ) kräftig auf 969 Mio. . Darin spiegelt sich das seit dem 2. Halbjahr 2008 deutlich verschlechter-te Kreditumfeld wider. Von dieser Entwicklung, die sich im 2. Quartal 2009 noch deutlich beschleunigt hat, sind konjunktur-bedingt insbesondere die Divisionen Firmen- & Kommerzielle Immobilienkunden sowie Markets & Investment Banking betroffen.
Finanzanlageergebnis: Das Finanzanlageergebnis belief sich zur Jahresmitte 2009 auf -20 Mio. nach -26 Mio. im 1. Halbjahr 2008. Im negativen Finanzanlageergebnis des 1. Halbjahres 2009 wurden die Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Finanz-anlagen in Höhe von insgesamt -91 Mio. nur teilweise durch Realisierungserfolge aus Veräußerungen von Finanzanlagen von 71 Mio. kompensiert. In den Abschreibungen und Wertberichti-gungen auf Finanzanlagen sind Bewertungsaufwendungen für AfS-Finanzanlagen in Höhe von 36 Mio. und Investment Properties in Höhe von 30 Mio. ausgewiesen. Daneben ist in den Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Anteile an verbundenen Unternehmen ein Bewertungsaufwand in Höhe von 16 Mio. enthalten, der gemäß IFRS 5 im Zusammenhang mit der im Juli 2009 erfolgten Veräußerung der Vereinsbank Victoria Bausparkasse entstanden ist. Der größte Einzelposten innerhalb der Realisierungserfolge ist der Gewinn aus der Entkonsolidierung der im 2. Quartal 2009 verkauften Tochtergesellschaft BodeHewitt in Höhe von 46 Mio. .
Ergebnis vor Steuern, Ertragsteuern und Gewinn: Trotz des von der Finanz- und Wirtschaftskrise negativ geprägten Umfelds erhöhte sich in der HVB Group das Ergebnis vor Steuern um 1,6 % auf 372 Mio. . Ohne die Sonderbelastungen aus den Restrukturierungsaufwendungen ergibt sich eine Ergebnis-steigerung von rund 75 % auf 639 Mio. .
Der Ertragsteueraufwand für das 1. Halbjahr 2009 stieg auf 191 Mio. nach 120 Mio. im entsprechenden Vorjahreszeit-raum. Dies ist hauptsächlich auf den Nichtansatz aktiver latenter Steuern auf steuerliche Verlustvorträge zurückzuführen. Nach Abzug der Steuern und nach Berücksichtigung von Fremdanteilen am Ergebnis (-36 Mio. ) erzielte die HVB Group einen Gewinn in Höhe von 145 Mio. , der nur auf Grund des gestiegenen Steuer-aufwands unter dem Vorjahresgewinn (194 Mio. ) lag. Ohne die für das 1. Halbjahr 2009 ausgewiesenen Restrukturierungsauf-wendungen erzielte die HVB Group einen Anstieg gegenüber dem Vorjahr um fast 80 % auf 348 Mio. .
Division Markets & Investment Banking: Die Division Markets & Investment Banking konnte im 1. Halbjahr 2009 die operativen Erträge mit einem Anstieg von 997 Mio. auf 1.275 Mio. sehr stark ausweiten. Bei gleichzeitig rückläufigem Verwaltungsauf-wand ergab sich ein erfreulich gutes operatives Ergebnis in Höhe von 775 Mio. , nachdem im gleichen Vorjahreszeitraum noch ein Verlust von 264 Mio. entstanden war.
Der Zinsüberschuss verbesserte sich gegenüber dem Vorjahr mit einem Anstieg um 460 Mio. auf 1.037 Mio. um fast 80 %. Die-ser starke Zuwachs resultierte im Wesentlichen aus deutlich ge-stiegenen handelsinduzierten Zinsen sowie aus positiven Effekten aus der Amortisierung von reklassifizierten Beständen. Dagegen ermäßigten sich die im Zinsüberschuss enthaltenen Dividenden auf Grund geringerer Ausschüttungen von Private Equity Fonds um 36 Mio. . Die Erträge im Provisionsgeschäft sanken um 24 Mio. bzw. um rund ein Drittel auf Grund der Zurückhaltung der Marktteilnehmer. Das Handelsergebnis des 1. Halbjahres 2009 hat sich gegenüber dem Vorjahr um 556 Mio. verbessert und ist mit 198 Mio. wieder deutlich positiv (Vorjahr: -358 Mio. ). Zu dieser positiven Entwicklung haben auf Grund der Erholung im gesamten Kapitalmarkt alle Bereiche der Markets Area beige-tragen. Speziell bei den "credit-related products" war ein deutli-cher Zuwachs zu verzeichnen. Der Rückgang der Verwaltungs-aufwendungen um fast 8 % auf 500 Mio. geht weitaus überwie-gend auf rückläufige Personalaufwendungen zurück. Hier wirkt sich der Abbau des Personalstandes aus. Die Cost-Income-Ratio liegt mit 39,2 % auf einem sehr guten Niveau.
Im 1. Halbjahr 2009 weist die Division einen Restrukturierungs-aufwand in Höhe von 187 Mio. aus. Dieser Aufwand steht im Zusammenhang mit konkreten Restrukturierungsmaßnahmen infolge der Umsetzung der strategischen Neuausrichtung der Division Markets & Investment Banking. Auf Grund des erheblich verschlechterten wirtschaftlichen Umfeldes mussten 387 Mio. in die Kreditrisikovorsorge für das 1. Halbjahr 2009 eingestellt wer-den. Trotz der Belastungen durch die Restrukturierungsrückstel-lungen und der Kreditrisikovorsorge ergab sich wegen der starken Ausweitung der operativen Erträge ein Ergebnis vor Steuern in Höhe von 200 Mio. ; gegenüber dem Vorjahr bedeutet dies eine Erhöhung um 466 Mio. . Bereinigt um die Einmalbelastungen aus den Restrukturierungsaufwendungen beläuft sich das Ergebnis vor Steuern auf 387 Mio. und überschreitet den Vorjahreswert sogar um 652 Mio. .
Division Firmen- & Kommerzielle Immobilienkunden: Trotz der derzeit schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen verzeichnete die Division Firmen- & Kommerzielle Immobilien-kunden im 1. Halbjahr 2009 mit 602 Mio. ein ausgezeichnetes operatives Ergebnis, das den hohen Vorjahreswert um 16,0 % übertrifft. Allerdings wurde das Ergebnis vor Steuern stark von dem deutlich verschlechterten Kreditumfeld beeinträchtigt. So erhöhte sich der Kreditrisikovorsorgebedarf signifikant auf -508 Mio. nach -154 Mio. im Vergleichszeitraum. Daneben fielen Aufwendungen für Restrukturierungen in Höhe von -25 Mio. an. Dadurch reduzierte sich das Ergebnis vor Steuern auf 58 Mio. nach 379 Mio. im Vorjahr. Bereinigt um die Ein-malbelastungen stieg das Ergebnis vor Steuern auf 83 Mio. .
Der Anstieg der operativen Erträge um 10,5 % gegenüber dem Vorjahr geht auf die Entwicklung des Zinsüberschusses (+14,5 %) zurück. Dieser Ertragszuwachs resultiert sowohl aus gestiegenen Volumina von Kreditausreichungen sowie Einlagen als auch ge-stiegenen Zinsmargen im Aktiv- und Passivgeschäft. Der Provi-sionsüberschuss verzeichnete einen leichten Zuwachs von 1,4 % im Vergleich zum Vorjahr. Bei stabil gebliebenen Verwaltungs-aufwendungen verbesserte sich die Cost-Income-Ratio um 3,2 Prozentpunkte und liegt mit 33,4 % weiterhin auf einem exzellen-ten Niveau.
Division Privat- und Geschäftskunden: Das operative Ergebnis der Division Privat- und Geschäftskunden war im 1. Halbjahr 2009 weiterhin von dem verschlechterten wirtschaftlichen Umfeld und der daraus resultierenden Zurückhaltung der Kunden geprägt. Es lag mit 98 Mio. klar unter dem guten Vorjahresergebnis (226 Mio. ), das allerdings in einem deutlich besseren Marktum-feld erzielt wurde. Erfreulich ist der operative Ergebnisbeitrag des 2. Quartals 2009, der mit 52 Mio. die operativen Quartalsergeb-nisse der letzten drei Vorquartale übersteigt. Im Halbjahresver-gleich reduzierten sich die operativen Erträge um rund 19 %. Hierin enthalten ist ein um rund 9 % auf 501 Mio. rückläufiger Zinsüberschuss, der sich sowohl im Aktivgeschäft als auch im Einlagengeschäft ermäßigte. Im Aktivgeschäft resultiert der niedrigere Zinsüberschuss aus dem fortlaufenden strategischen Abbau von Immobilienkrediten und auch aus dem fehlenden Neu-geschäft an Sofortkrediten, die seit Jahresmitte 2008 nicht mehr von der HVB Group ausgereicht, sondern an die UniCredit Family Financing Bank S.p.A., Niederlassung Deutschland, vermittelt werden und deshalb an Stelle von Zinseinnahmen Provisions-erträge generiert werden. Im Einlagengeschäft konnte der margenbedingte Rückgang des Zinsüberschusses bei den Sichteinlagen nur teilweise durch die positive Volumens- und Margenentwicklung bei den Spareinlagen kompensiert werden. Der Provisionsüberschuss war im 1. Halbjahr 2009 mit 264 Mio. weiterhin geprägt durch die insbesondere im Wertpapiergeschäft nachlassenden Kundenaktivitäten. Deshalb konnte der gute Wert des entsprechenden Vorjahreszeitraums (394 Mio. ) nicht erreicht werden. Die Cost-Income-Ratio belief sich zur Jahresmitte 2009 auf 87,2 % nach 76,2 % im 1. Halbjahr 2008. Dabei wurde der Rückgang der operativen Erträge zum Teil durch die infolge des konsequenten Kostenmanagements erzielten Einsparungen beim Verwaltungsaufwand kompensiert.
Der Kreditrisikovorsorgeaufwand wurde für das 1. Halbjahr 2009 mit 42 Mio. (Vorjahr 81 Mio. ) ausgewiesen. Das Ergebnis vor Steuern belief sich zur Jahresmitte 2009 auf -8 Mio. (Vorjahr 158 Mio. ), da es durch einmalige Restrukturierungsaufwen-dungen in Höhe von 55 Mio. belastet war. Ohne die Sonderbe-lastung ergibt sich jedoch ein positives Ergebnis vor Steuern in Höhe von 47 Mio. .
Division Wealth Management: Die Division Wealth Management erzielte im 1. Halbjahr 2009 trotz der schwierigen Marktverhältnis-se mit 39 Mio. ein positives Ergebnis vor Steuern. Der Rückgang gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum um knapp die Hälfte resultiert vor allem aus den um 33 Mio. auf 130 Mio. gesunke-nen operativen Erträgen. Dabei ermäßigte sich der Zinsüber-schuss gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum um insgesamt 14 Mio. . Diese Entwicklung resultiert zu knapp einem Drittel aus dem originären Zinsgeschäft vor allem auf Grund sinkender Einla-genvolumina. Zum weitaus überwiegenden Teil stammt dieser Rückgang aus dem Wegfall von im Vorjahr im Bereich der Wealth Management Capital Holding (WMC) vereinnahmten Dividenden. Der Provisionsüberschuss reduzierte sich um 25 Mio. bzw. 23,8 %. Diese Entwicklung war im Berichtszeitraum besonders beeinträchtigt von der starken Zurückhaltung der Kunden im Wertpapiergeschäft sowie von geringeren bestandsabhängigen Wertpapiererträgen. Darüber hinaus ist beim Vergleich mit dem Vorjahr zu berücksichtigen, dass die Ergebnisentwicklung in der Division Wealth Management im 1. Halbjahr 2008 von der Finanz-krise noch deutlich weniger stark beeinträchtigt war als im 1. Halbjahr 2009.
Auf Grund konsequenten Kostenmanagements konnte der Ver-waltungsaufwand im 2. Quartal 2009 gegenüber dem Vorquartal nochmals deutlich reduziert werden, sodass sich der Verwaltungs-aufwand gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum um 4,4 % ermäßigte. Die Cost-Income-Ratio stieg gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum wegen der rückläufigen Erträge um 11,0 Prozentpunkte auf 66,2 %; im Gesamtjahr 2008 hatte sie bei rund 60 % gelegen.
Die operativen Erträge des Segments Sonstige/Konsolidierung stiegen zur Jahresmitte 2009 gegenüber dem 1. Halbjahr 2008 um 124 Mio. auf 345 Mio. . Dieser Anstieg resultiert neben höheren Erträgen aus Zinssicherungsgeschäften auch aus Erträgen im Zusammenhang mit dem Rückkauf von Hybridkapital. Darüber hinaus kompensierten sich rückläufige Dividendenzahlungen aus dem Anteilsbesitz weitgehend mit gestiegenen sonstigen Erträ-gen. Die Verwaltungsaufwendungen stiegen um 66 Mio. auf 172 Mio. im Wesentlichen wegen höherer Zahlungen an die Einlagensicherungssysteme deutscher Banken sowie den Pensi-onssicherungsverein. Die Kreditrisikovorsorge, die ausschließlich auf das Special Credit Portfolio entfällt, ermäßigte sich deutlich um 42 % auf -33 Mio. gegenüber dem 1. Halbjahr 2008. Die Position Finanzanlageergebnis und andere Posten enthält neben höheren Aufwendungen aus Zuführungen zu Rückstellungen auch ein negatives Ergebnis aus Finanzanlagen. Das Ergebnis vor Steuern lag insbesondere auf Grund der oben beschriebenen Entwicklungen mit 83 Mio. deutlich über dem Vorjahresergebnis (18 Mio. ).
Claudia Bresgen fόr HypoVereinsbank - 2009-08-05
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