2010-10-13
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Deutschland | Gewerbe-Immobilien-Marktinformationen
Hohe Immobiliennachfrage in Thüringen
Thüringen: Thüringens Immobilienmarkt zeigt sich auch vor dem Hintergrund der Wirtschaftskrise des vergangenen
Jahres in guter Verfassung. „Die Preise entwickelten sich 2009 nicht nur überwiegend
stabil, sondern sind zum Beispiel für Eigentumswohnungen gegenüber dem Vorjahr sogar gestiegen,“
sagt Klaus-Dieter Schwensen, Leiter der Niederlassung Süd der TLG IMMOBILIEN.
Dies geht aus dem aktuellen Bericht „Immobilienmarkt Ostdeutschland“ hervor, in dem seit nunmehr 18 Jahren aktuelle Daten und Entwicklungstrends aller kreisfreien Städte Ostdeutschlands in den Segmenten Büro, Einzelhandel, Gewerbe und Wohnen dokumentiert werden.
Begehrter Wohnraum
Auffällig ist in Thüringen der Trend zu höheren Preisen für Eigentumswohnungen. Diese Entwicklung ist – bis auf Eisenach – in allen kreisfreien Städten zu beobachten, also in Erfurt, Gera, Jena, Suhl und Weimar. Die stärksten Steigerungen zeigt der aktuelle Marktbericht bei modernisierten Altbauten in Erfurt (bis 2.200 €/m² statt zuvor bis 1.800 €/m²) und für Neubauten in Suhl (bis 1.500 €/m² statt bis 1.000 €/m²). Die Preise für frei stehende Eigenheime und Reihenhäuser sowie Doppelhaushälften blieben weitgehend stabil auf hohem Niveau. Preisspitzenreiter ist nach wie vor Jena. Hier werden für frei stehende Eigenheime bis 470.000 € und für Reihenhäuser bis zu 225.000 € gezahlt. In Eisenach und Weimar konnten 2009 für Reihenhäuser und Doppelhaushälften höhere Preise als im Vorjahr erzielt werden. Die steigende Wohnungsnachfrage macht sich auch in höheren Wohnungsmieten bemerkbar. Auch hier liegt Jena mit Spitzenmieten von 7,40 €/m² vorne, nochmals mehr als 2009. Aber auch Eisenach, Suhl und Weimar melden steigende Mieten.
Gewerbeimmobilien: Überwiegend stabile Tendenzen, teurer Baugrund in Jena
Auf dem Markt für Gewerbeimmobilien gab es in Thüringen keine dramatischen Auswirkungen der Finanz- und Wirtschaftskrise 2009. Büromieten stagnierten weitgehend in 2009, Gera und Suhl verzeichneten allerdings Mieterhöhungen für Objekte mit einfachem bis mittleren Nutzwert. Ähnlich sieht es bei den Einzelhandelsmieten aus. Dort konnten nur in Eisenach und Gera höhere Preise im Geschäftskern durchgesetzt werden, bei Flächen über 150 m² im Nebenkern war dies aber auch in der Landeshauptstadt Erfurt möglich. Bei den gewerblichen Bauflächen verzeichnete Jena schließlich den stärksten Preisanstieg in ganz Ostdeutschland. Das ist wohl vor allem darauf zurück zu führen, dass die dort stark vertretenen Hightech-Unternehmen sowie die renommierte Universität immer wieder Grundstücke nachfragen, die in der Kessellage Jenas nur begrenzt verfügbar sind. Hier kostet der Quadratmeter Boden jetzt 40 € bis 100 €.
Sabine Pentrop für TLG Immobilien - 2010-10-13
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