2011-07-21
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Deutschland | Projekte
Groth Gruppe entwickelt Wohnquartier in der Speicherstadt Potsdam
Potsdam: • 270 Wohnungen entstehen am Havelufer mit einem Investitionsvolumen von rund 80 Mio. Euro
• Historische Speicherstadt lebt als neuer innerstädtischer Stadtteil auf und ergänzt die Potsdamer Innenstadt mit attraktiven Wohnungen
• Matthias Klipp, Beigeordneter für Stadtentwicklung und Bauen der Stadtverwaltung Potsdam: „Das Entwicklungspotenzial der Speicherstadt ist bemerkenswert – eingebettet in die Potsdamer Kulturlandschaft ist das Areal bestens an die Verkehrsinfrastruktur angebunden.“
Mit einem Investitionsvolumen von rund 80 Mio. Euro errichtet die Berliner Groth Gruppe im Mittelteil der Speicherstadt Potsdam ein neues Wohnquartier. Die Planung für das rund 11.350 Quadratmeter große Grundstück am Fuße des Brauhausbergs zwischen Leipziger Straße und dem südlichen Havelufer sieht 270 neue Wohnungen vor. Die benachbarten denkmalgeschützten historischen Speichergebäude wie der Hampel-Schinkel-Speicher, ein ehemaliges Getreidemagazin aus dem Jahr 1834/35, und der Persiusspeicher, der als Mehlmagazin und Proviantamt die Lebensmittelreserven für das Heer beherbergte, werden dabei denkmalgerecht mit stadtteilprägenden Strukturen, Grünflächen sowie Neubaugrundstücken verbunden. So wird die lange Zeit brachliegende Speicherstadt wieder zu neuem Leben erblühen.
„Die Speicherstadt wird als neuer innerstädtischer Stadtteil nicht nur die historische Mitte Potsdams vervollständigen und ihr neue Impulse verleihen, sondern zugleich das Zentrum der Landeshauptstadt mit Babelsberg verbinden“, erklärt Klaus Groth, Geschäftsführender Gesellschafter der Groth Gruppe. „Nachdem wir in konstruktiver Zusammenarbeit mit dem Stadtplanungsamt und Gestaltungsrat mittlerweile die Bauanträge eingereicht haben, werden wir Mitte August mit den Erschließungs- sowie den Boden- und Gründungsarbeiten anfangen, so dass daran anschließend mit dem Hochbau noch im Herbst begonnen werden kann. Entsprechend unseres Terminplans werden die ersten Gebäude im Frühjahr 2013 bezogen, im 4. Quartal 2013 sollen dann alle Häuser fertig gestellt und vollbelegt sein.“ Die von der Groth Gruppe abgestimmte Planung berücksichtigt den Uferwanderweg entsprechend den Planungsfestsetzungen vom Potsdamer Bahnhof durch das Quartier, über den Persiusplatz bis zur Südspitze der Speicherstadt.
„Die Speicherstadt ist eines der letzten unerschlossenen historischen Quartiere Potsdams“, berichtet Matthias Klipp, Beigeordneter für Stadtentwicklung und Bauen der Stadtverwaltung Potsdam. „Das Entwicklungspotenzial dieses Viertels ist bemerkenswert. Eingebettet in die Potsdamer Kulturlandschaft ist die Speicherstadt bestens an die Verkehrsinfrastruktur angebunden.“ Durch die unmittelbare Nähe zum Potsdamer Hauptbahnhof ist die Berliner Innenstadt ebenso wie der Hauptstadtflughafen BBI in weniger als 30 Minuten erreichbar. Direkt vis-à-vis des alten Stadtschlosses gelegen, kann man von der Speicherstadt das Potsdamer Zentrum in nur fünf Autominuten erreichen. Klipp weiter: „Für die nördlichen Flächen der Speicherstadt ist eine Nutzung für Wissenschaften und Dienstleistung vorgesehen. Somit wird die Speicherstadt einen lebendigen Schnittpunkt zwischen den Wissenschaftsstandorten Telegrafenberg, Golm, Griebnitzsee und der Fachhochschule bilden.“
Die gestalterische Umsetzung des etwa 23.000 Quadratmeter Wohnfläche umfassenden Wohnviertels im Mittelteil der Speicherstadt verantworten die renommierten Architekturbüros Christoph Kohl Architekten, Hilmer & Sattler und Albrecht, kmh-architekten sowie nps Tchoban Voss. Bei der Konzeption der Stadthäuser und der Revitalisierung der historischen Gebäude in der Templiner Vorstadt folgen die Architekten dem Leitmotiv der „Vielfalt in der Einheit“. Die historischen Mühlenspeicher werden so weit wie möglich als identitätsstiftende Elemente erhalten; die Teile, die aus statisch-konstruktiven Gründen abgerissen werden müssen, werden wieder im gleichen Stil aber nach heutigem Baustandard errichtet. Die neuen Stadthäuser werden sich mit ihrem klassisch-eleganten Ansatz in das historische Umfeld integrieren. Deckenhöhen von mindestens 2,80 Metern, großflächige Fenster, Balkone und Loggien oder Terrassen zeichnen die energieeffizient konzipierten Wohnungen (KfW 70-Standard) aus. Sie können von der Tiefgarage aus über einen Aufzug direkt angesteuert werden. Das Gesamtbild der Außenanlage wird durch das Büro Lützow 7 Garten- und Landschaftsarchitekten vervollständigt. Groth erklärt: „Wir freuen uns, dass wir die Chance haben, urbanes und naturnahes Leben in exponierter Wasserlage inmitten des UNESCO-Weltkulturerbes zu gestalten und so Historie und Zukunft auf einem hohen Qualitätsniveau miteinander verbinden.“
Neben der Projektkonzeption und Umsetzung übernimmt die Groth Gruppe für die öffentliche Hand auch die Erschließung des Areals und wird zur Fertigstellung im Frühjahr 2013 einen Quartiersmanager beauftragen, der sich für die Belange der Bewohner einsetzt.
Mit der Speicherstadt Potsdam setzt die Groth Gruppe Ihr Engagement in Potsdam fort. Zwischen 1993 und 1998 hat sie mit der Vorstadt Kirchsteigfeld in Potsdam-Drewitz eines der größten Wohnungsbauvorhaben der neuen Bundesländer nach der Wiedervereinigung realisiert. Mit den Stadtvillen am Voltaireweg in der Jägervorstadt realisiert die Groth Gruppe aktuell ein weiteres Wohnbauvorhaben in der Stadt.
Mit den Bauarbeiten für die dort geplanten 122 Eigentums- und Mietwohnungen wird noch in diesem Monat begonnen.
Ute Gombert für Groth Gruppe - 2011-07-21
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