2008-11-20
Mitteilung übermittelt durch Stiftung „Lebendige Stadt“. Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent verantwortlich.
Deutschland | Architektur
Förderprojekt der Stiftung „Lebendige Stadt“ gewinnt BDA-Architekturpreis
Hamburg: Auszeichnung für Neugestaltung des Hamburger Jungfernstiegs
Der Bund Deutscher Architekten (BDA) Hamburg zeichnet am heutigen Donnerstag die von der Stiftung „Lebendige Stadt“ initiierte und finanziell unterstützte Neugestaltung des Hamburger Jungfernstiegs mit dem Architekturpreis 2008 aus. Die Pläne für den Umbau entwarfen der Hamburger Architekt André Poi-tiers und die Landschaftsarchitekten WES & Partner. Durch die Umgestaltung sei die einzigartige Lage des Jungfernstiegs an der Alster beispielhaft herausgearbeitet worden, so die Jury in ihrer Begründung. Der neugestaltete Jungfernstieg war im Mai 2006 nach 21 Monaten Bauzeit mit einem großen Bürgerfest eröffnet worden. Zahlreiche Kultur- und Kunstveranstaltungen am Wasser haben den Flanierboulevard seitdem wieder zu einem kulturellen Mittelpunkt der Hansestadt werden lassen.
„Der neue Jungfernstieg ist ein herausragendes Beispiel für die gelungene Partner-schaft zwischen privaten und staatlichen Initiativen und kann auch für andere Kommunen mit ähnlichen Projekten Vorbild sein“, so Dr. Andreas Mattner, Vorstandsvorsitzender der Stiftung „Lebendige Stadt“. Insgesamt kostete die Neugestaltung des Jungfernstiegs 16 Millionen Euro, von denen rund 7,5 Millionen aus Spenden kamen, die der Förderverein „Lebendiger Jungfernstieg e.V.“ gesammelt hatte. Al¬lein Versandhausgründer Werner Otto spendete fünf Millionen Euro für das Projekt.
Nach den Plänen der Architekturbüros Poitiers und WES & Partner wurde der Alsteranleger am Jungfernstieg auf der gesamten Breite zu einer großzügigen Treppenanlage mit 63 verstellbaren Sitzbänken umgebaut. Diese Anlage gleicht einer Freilufttri¬büne und führt unmittelbar bis ans Wasser. Vor der Treppe entstand ein Boulevard mit einer dreiachsigen Silberlindenallee. So konnte die städtebauliche Verbindung zwischen Stadt und Wasser wieder hergestellt werden. Weitere Umbauten waren unter anderem neue U-Bahnaufgänge, ein deutlich vergrößerter Fußgängerbereich vor den Häuserfas¬saden, eine dezente künstlerische Beleuchtung und der Neubau eines modernen gläsernen Pavillons.
Robert Heinemann für Stiftung „Lebendige Stadt“ - 2008-11-20
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