2011-11-21
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Deutschland | Gewerbe-Immobilien-Marktinformationen, Wohnbau
F+B-Wohn-Index Deutschland: Aufwärtstrend bei Wohnungspreisen und Mieten
Deutschland: • Wertsteigerung von Eigentumswohnungen um 2,6 Prozent innerhalb eines Jahres
• Steigende Eigenheimpreise spiegeln Trend zur „Betongold-Anlage“ wider
• Top 50: Mieten und Wohnungspreise in München und Umgebung übertreffen andere Metropolstädte

F+B-Wohn-Index 2011 Q3
Angesichts negativer Wirtschaftsprognosen und der noch immer akuten Eurokrise verzeichnen im dritten Quartal 2011 alle Wohnsegmente einen Aufwärtstrend. Im Vorquartal traf dies nur auf Neuvertragsmieten und die Preisentwicklung von Eigentumswohnungen zu. Dies geht aus dem aktuellen F+B-Wohn-Index Deutschland hervor, der jedes Quartal die Preisentwicklung von Eigentumswohnungen, Ein- und Zweifamilienhäusern, Doppel- und Reihenhäusern mit den Trends von Neuvertrags- und Bestandsmieten von Wohnungen und den Ertragswerten von Mehrfamilien bis auf die Postleizahlebene erfasst.
„Die dynamischste Preisentwicklung zeichnet sich bei Eigentumswohnungen ab“, berichtet Dr. Bernd Leutner, Geschäftsführer der F+B Forschung und Beratung für Wohnen, Immobilien und Umwelt. „Im Vergleich zum Vorquartal nehmen die Preise um 1,2 Prozent zu; gegenüber dem Vorjahreswert sogar um 2,6 Prozent. Aber auch Einfamilienhäuser spiegeln den Anlagetrend zum Betongold wider.“ Im Vergleich zum Vorquartal ziehen die Preise von Einfamilienhäusern um 1,2 Prozent an. Dies weist darauf hin, dass Immobilien nicht allein zur Eigennutzung, sondern auch als Kapitalanlege nachgefragt werden. Den „Run“ auf Sachwerte zeigen auch die Mieten an. So zogen in den vergangenen zwölf Monaten die Neuvertragsmieten und Preise für Mehrfamilienhäuser um jeweils 1,2 Prozent an.
Der F+B-Wohn-Index Deutschland steigt im dritten Quartal 2011 mit 0,9 Prozent im Vergleich zum Vorquartal nahezu doppelt so stark wie die Verbraucherpreise.
Bayern belegt Spitzenposition bei ETW-Preisen und Neuvertragsmieten
Bei der Ermittlung der 50 teuersten und 50 günstigsten Städte mit mehr als 25.000 Einwohnern nimmt München mit einer durchschnittlichen Neuvertragsmiete von 11,90 EUR/qm und einem durchschnittlichen Eigentumswohnungspreis von 3.710 EUR/qm auch im dritten Quartal 2011 eine Spitzenposition ein. „Die hohe Nachfrage in der bayerischen Landeshauptstadt wirkt sich auch auf die umgebenden kleineren Städte aus“, erklärt Dr. Leutner. „Das Niveau bei neuen Mietverträgen liegt beispielsweise in Unterschleißheim, Germering und Dachau über dem anderer Großstädte.“ Auf Platz vier der Rangliste liegt Frankfurt am Main mit einer durchschnittlichen Neuvertragsmiete von 9,80 EUR/qm, gefolgt von Stuttgart und Hamburg mit jeweils 9,00 EUR/qm auf den Rängen 14 und 15. Die Metropolen Köln und Düsseldorf liegen mit jeweils 8,50 EUR/qm im Mittelfeld der Top 50 und somit knapp zwei Euro über dem Bundesdurchschnitt von 6,59 EUR/ qm.
Bei den Eigentumswohnungen nehmen süddeutsche Städte die vordersten neun Plätze ein. Hamburg als einziger norddeutscher Vertreter liegt mit 2.570 EUR/qm auf Platz zehn. Im Schnitt sind Eigentumswohnungen in Frankfurt am Main mit 2.500 EUR/qm und in Stuttgart mit 2.370 EUR/qm wesentlich teurer als im Bundesdurschnitt (1.620 EUR/qm). Zu den teuersten Großstädten im ETW-Bereich zählen des Weiteren Düsseldorf (2.210 EUR/qm), Mainz (2.130 EUR/qm), Köln (2.110 EUR/qm) und Wiesbaden (2.070 EUR/qm). „Die Entwicklung von Mieten und Eigentumswohnungspreisen in diesen Städten zeigt zugleich ihre Wirtschaftsstärke an“, so Dr. Leutner. „Denn der Zuzug von Arbeitskräften infolge einer prosperierenden Wirtschaft wirkt sich auch auf die Wohnungsmärkte aus.“
Görlitz steht bei Neuvertragsmieten an vorletzter Stelle
Auf den letzten zehn Rängen des Eigentumswohnungsmarktes verzeichnen im dritten Quartal 2011 Köthen in Anhalt, Gera, Aschersleben, Plauen, Altenburg und Wittenberg gegenüber dem Vorquartal weitere Verluste. Die ETW-Preise pendeln hier im Schnitt zwischen 830 EUR/qm und 650 EUR/qm.
Auch bei den Neuvertragsmieten gibt es im Vergleich zum Vorquartal vereinzelt Rückgänge. In Görlitz sind Neuvertragsmieten 3,4 Prozent günstiger und liegen mit 4,00 EUR/qm an vorletzter Stelle. In Stendal sinken die Neuvertragsmieten um 2,9 Prozent auf 4,30 EUR/qm und in Sangerhausen um 3,4 Prozent auf 4,50 EUR/qm.
Ute Gombert für F+B Forschung und Beratung für Wohnen, Immobilien und Umwelt - 2011-11-21
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