2008-10-29
Mitteilung übermittelt durch Bundesverband Investment und Asset Management. Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent verantwortlich.
Deutschland | Immobilien-Verbände
Engagement für Klimaschutz: BVI legt dritten Bericht zu CO2-Emissionen vor
Deutschland: Umweltminister Gabriel: Globalisierung verstärkt Erwartung an unternehmerische Verantwortung
Die deutsche Investmentbranche setzt mit der Veröffentlichung des dritten Deutschland-Berichts des „Carbon Disclosure Project“ (CDP) ihr Engagement für den Klimaschutz fort. „Die Branche als Treuhänder der Anleger hat ein begründetes Interesse daran zu erfahren, wie die führenden Unternehmen mit Kohlendioxid-Emissionen und den damit verbundenen Treibhausgasrisiken umgehen. Die Investmentgesellschaften lassen diese Informationen in ihre Anlageentscheidung und Gespräche mit den Unternehmen einfließen“, sagt BVI-Präsident Dr. Wolfgang Mansfeld bei der Vorstellung des deutschen CDP-Berichts 2008 in München. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Beteiligung deutscher Unternehmen an der Befragung zu deren CO2-Emissionen gestiegen: 109 der 200 nach Marktkapitalisierung größten deutschen Unternehmen haben den CDP-Fragebogen beantwortet. Insbesondere die großen Aktiengesellschaften zeigen hierbei ihre gesellschaftliche Verantwortung. Denn mit diesem Rücklauf werden 90 Prozent der Marktkapitalisierung der befragten Unternehmen abgedeckt. Ausdrücklich begrüßt Bundesumweltminister Sigmar Gabriel diese Entwicklung: „Die Öffentlichkeit, die Verbraucher und die Finanzmärkte fragen nicht mehr nur danach, wie hoch Gewinne sind, was Unternehmen mit ihren Gewinnen machen, sondern auch wie sie ihre Gewinne erzielen“, so Gabriel im Vorwort des deutschen CDP-Berichts.
74 Prozent der befragten Unternehmen sehen den Klimawandel als Chance an. 77 Prozent der für den Bericht befragten Unternehmen sehen im Klimawandel ein Geschäftsrisiko. Am höchsten schätzen die Unternehmen das regulatorische Risiko aus Gesetzesänderungen ein, besonders in den Branchen Automobile, Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Energieversorger. Hier sind entweder die Herstellung und/oder die Produkte durch besonders hohe Emissionen gekennzeichnet.
75 Prozent der Unternehmen geben an, Klimarisiken im Rahmen eines Risikomanagements zu erfassen – eine deutliche Steigerung gegenüber dem Vorjahr (67 Prozent). In den besonders betroffenen Branchen geben gar 81 Prozent an, Chancen und Risiken des Klimawandels in ihrer Strategie zu berücksichtigen. Der Autor des deutschen CDP-Reports, Professor Dr. Alexander Bassen von der Universität Hamburg, bewertet die Entwicklung der Berichterstattung positiv: „Die Qualität der Unternehmensantwort ist im Vergleich zum Vorjahr angestiegen. Erforderlich ist aber eine Steigerung der Transparenz über die CO2-Emissionen, die bei der Nutzung der hergestellten Produkte anfallen“, so Bassen bei der Vorstellung des CDP-Reports in München.
Michaela Hofmann für Bundesverband Investment und Asset Management - 2008-10-29
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