2008-12-08
Mitteilung übermittelt durch Grossmann Berger. Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent verantwortlich.
Deutschland | Gewerbe-Immobilien-Marktinformationen, Gewerbeimmobilien: Einzelhandel
Einzelhandelsstandort Hamburg: Mieten für 1A-Einzelhandelsflächen in besten Lagen steigen weiter
Hamburg: Der Markt für Einzelhandelsflächen in Hamburg zeigt sich von Finanzkrise und abkühlendem weltwirtschaftlichem Klima unbeeindruckt.
„Die Flächennachfrage nach den Toplagen in der Hamburger City ist erstaunlich stabil. Von einem Einbruch ist hier, anders als in vielen anderen deutschen und europäischen Standorten, nichts zu spüren“, so Sven Bechert, Einzelhandelsspezialist bei Colliers Grossmann & Berger.
Insbesondere die anhaltend hohe Nachfrage der großen ausländischen Modelabel nach den besten Standorten in der Hamburger City ist ungebrochen hoch. Da das große Interesse für den Standort Neuer Wall nicht befriedigt werden kann - Mieterwechsel zeichnen sich derzeit nicht ab - weichen expansive Unternehmen auf benachbarte Lagen aus. In den Focus geraten ist insbesondere das „ABC-Quartier“. Die Hohe Bleichen, aber auch die Bleichenbrücke wiesen bereits in der Vergangenheit mit einer Reihe prominenter Ansiedlungen, darunter Prada, Chanel, Strenesse, Ralph Lauren, eine sehr positive Standortentwicklung auf. Die jüngsten newcomer aus dem Luxusbereich, der Damen- und Herrenmodehersteller Etro sowie das Cashmere-Label Brunello Cucinelli haben den Standort Hohe Bleichen als 1a-Lage für internationale Luxuslabel bestätigt. Die positive Entwicklung scheint sich auch im kommenden Jahr fortzusetzen. In Bleichenbrücke, Kaufmannshaus und Bleichenhof werden im kommenden Jahr interessante Neuankömmlinge zu begrüßen sein, so Sven Bechert.
Der Gänsemarkt hat sich in der Vergangenheit bereits als Standort für modische Trendsetter aus dem Bereich Sportswear und Young-Fashion etabliert. Mit der Ansiedlung von Urban Outfitters, der Neuvermietung an Replay und dem ersten deutschen Flagship-Store von Northland Pro hat sich das Standortprofil weiter geschärft. Auch im Bereich des Gänsemarktes werden derzeit für eine Reihe weiterer Flächen, darunter die ehemalige Fläche von Sport-Scheck, intensive Verhandlungen mit neuen Einzelhandelskonzepten geführt.
„Die Position der Hamburger Innenstadt als überregionaler Einkaufsmagnet hat sich in den vergangenen Jahren gefestigt. Nicht nur Luxusanbieter, sondern auch große konsumorientierte Filialisten sehen Hamburg als erstklassigen Standort“, meint Sven Bechert.
So konnten auch diverse Flächen, die jüngst im bisher etwas vernachlässigten Bereich Dammtorstraße/Stephansplatz auf den Markt gekommen sind, schnell vermietet werden. Auch für die Einzelhandelsflächen, die hier im kommenden Jahr im Zuge neuer Projektentwicklungen marktreif werden, haben expansive Einzelhändler bereits Interesse signalisiert.
Gut entwickelt haben sich auch weitere „vergessene“ Lagen wie Collonaden und Großer Burstah. Auch hier sind derzeit keine Leerstände mehr zu verzeichnen.
Einzelhandelsmieten in Hamburg:
Hamburg holt im deutschlandweiten Vergleich der teuersten Standorte weiter auf. Nach München hat Hamburg bereits die höchsten Einzelhandelsmieten zu verzeichnen. Die lebendige Nachfrage sorgt in den raren Top-Lagen für einen weiteren Anstieg.
War der Quadratmeter in den Hohen Bleichen 2006 noch für durchschnittlich 50 Euro zu haben, stieg die Spitzenmiete hier im Verlauf dieses Jahres um weitere 20 Prozent auf aktuell bis 120 Euro netto kalt.
Flächen in der Bleichenbrücke kosten heute über 100 Euro, plus 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr. 2006 waren es noch 70 Euro.
Am Neuer Wall werden für kleine Einheiten bis 200 m² bereits über 180 Euro netto kalt bezahlt, für die beliebten Ecklagen erreichen Liebhaberpreise bis 300 Euro. Der durchschnittliche Flagship-Store liegt bei 150 Euro netto kalt pro Quadratmeter.
Nebenlagen wie Stephansplatz und Dammtorstraße sind im Jahresverlauf von 28 auf 35 Euro gestiegen.
Die Mieten am Jungfernstieg bewegen sich je nach Lage und Größe in einer Preisspanne von 80 bis 160 Euro
Die Spitalerstraße mit Hamburgs höchster Fußgängerfrequenz und demzufolge höchster „Flächenproduktivität“ (Umsatz pro m²) liegt traditionell mit bis zu 220 Euro unangefochten an der Spitze der Hamburger Einkaufsstraßen. Hier gibt es, wie auch in der Mönckebergstraße (120 bis 190 Euro) allerdings nur selten Mieterwechsel.
Sabine Richter für Grossmann Berger - 2008-12-08
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