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2009-10-12

Mitteilung übermittelt durch Liegenschaftsfonds Berlin. Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent verantwortlich.

Deutschland | Gewerbeimmobilien-Deal-Meldung

Einstiger Grenzkontrollpunkt Dreilinden hat neuen Besitzer

Berlin: Das denkmalgeschützte Gebäudes der ehemaligen Raststätte am historischen Grenzkontrollpunkt Dreilinden ist verkauft: Der Kaufmann Thomas Drechsel ist der neue Eigentümer des ca. 5.000 m² großen Geländes an der Avus.

"Wir freuen uns, dass nun wieder viel buntes Leben in das markante Gebäude einzieht“, sagt Holger Lippmann, Geschäftsführer des Liegenschaftsfonds Berlin. "Wir sind optimistisch, dass Herr Drechsel in Abstimmung mit dem Stadtplanungsamt Steglitz-Zehlendorf und der Unteren Denkmalschutzbehörde ein tragfähiges Konzept für die künftige Nutzung der Raststätte Dreilinden umsetzen wird."

Der Liegenschaftsfonds Berlin hatte das Verkaufsverfahren für die Raststätte Dreilinden Mitte Februar 2009 gestartet. Die Bieterfrist endete Ende April. Den Zuschlag für das Grundstück erhielt Thomas Drechsel aufgrund des höchsten Gebots und nachgewiesener Bonität. Die Pläne des Investors sehen nach Beseitigung der Vandalismusschäden und der Überarbeitung des Gebäudes eine mögliche Nutzung als Partylocation vor. "Wir können hier laut sein, haben übermäßig Parkplätze und werden von der Autobahn und von der Potsdamer Chaussee stark wahrgenommen.“

Der Schriftzug "Dreilinden“ soll auf jeden Fall erhalten bleiben. "Den hab ich schon als kleiner Junge in der Warteschlange am damaligen Grenzkontrollpunkt gesehen,“ sagt Thomas Drechsel. Interessenten, die mit kreativen Ideen an der neuen Nutzung von Dreilinden mitwirken möchten, sind ihm willkommen.

Der Käufer hat im Bezirk Zehlendorf u. a. bereits den Primus-Palast an der Berliner Straße und den S-Bahnhof Mexikoplatz denkmalgerecht saniert.

Die ehemalige Raststätte mit einer Bruttogeschossfläche von 1.630 m² und einer Nutzfläche von ca. 970 m² wurde in den Jahren 1969/70 errichtet und ist als Teil des einstigen "Allied Checkpoint Bravo“ ein wichtiges bauliches Zeugnis für die besondere politische Situation West-Berlins in der Nachkriegszeit bis zur Wiedervereinigung im Jahre 1990. Der unregelmäßig geschnittene, dreigeschossige Massivbau steht seit 2002 leer und soll als Baudenkmal erhalten bleiben.

Irina Dähne für Liegenschaftsfonds Berlin - 2009-10-12

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