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2011-09-21

Mitteilung übermittelt durch CB Richard Ellis GmbH. Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent verantwortlich.

Deutschland | Gewerbe-Immobilien-Marktinformationen, Gewerbeimmobilien: Einzelhandel

CBRE: In Bonn sind große Ladenflächen Mangelware

Bonn: Nach Angaben des Immobilienberatungsunternehmen CB Richard Ellis (CBRE) fehlen in Bonn Geschäfte mit mindestens 300 Quadratmeter Verkaufsfläche. Die neuen Läden im Maximilian-Center werden den Bedarf nicht decken. In Bonn müssten größere und modernere Flächen durch Sanierung, Zusammenlegung oder Neubau geschaffen werden.

Markus Hoffjan, Einzelhandels-Experte bei CBRE in Köln, der internationale Retailer bei der Expansion – auch nach Bonn – berät: „Viele Filialisten aus dem Bekleidungs-, Schuh- und Lebensmittelbereich suchen in Bonn händeringend nach Verkaufsräumen mit 300 bis 1.000 Quadratmeter Fläche. Diese finden sie aber in der Innenstadt mit ihren historischen, kleinteiligen Läden nicht. Auch der Plan eines Einkaufszentrums führt seit Jahren zu keinem Ergebnis. Wenn die Stadt diese Entwicklung verschläft, wandern Läden und Bewohner zum Shoppen in Nachbarstädte ab.“

Das geplante Maximilian-Center in der Poststraße, das Anfang 2013 eröffnet werden soll, wird nur einen Bruchteil der Nachfrage auffangen. Von den insgesamt 11.500 Quadratmetern sind bereits über die Hälfte an den Elektromarkt Saturn vergeben. Von den restlichen Verkaufsflächen sind für über 75 Prozent Mietverträge unterzeichnet. In der geplanten Mall in der U-Bahn-Unterführung im so genannten Bonner Loch werden vor allem kleinere Läden entstehen, die keine Alternative sind.

„Mit dem Maximilan-Center, dessen Bau rund 60 Millionen Euro kostet, wird die gesamte Poststraße aufgewertet und der Bahnhof besser an die Innenstadt angebunden. Gleiches gilt für die geplante Bebauung des Bonner Lochs“, so Hoffjan. Zusätzlich braucht Bonn nach Aussage von Hoffjan weitere moderne Einzelhandelsflächen. So könnten am Bahnhofsbereich oder in der Poststraße neue Flächen entstehen. Zudem könnten in der Sternstraße beispielsweise zwei Geschäfte zu einem Laden zusammengelegt werden, um damit eine moderne Schaufensterfront zu schaffen. Auch ein Abriss und Neubau kann ratsam sein. So wird aktuell in der Vivatsgasse ein älteres Geschäftshaus abgerissen und durch einen Neubau ersetzt. Hier hat sich die internationale Young-Fashion-Firma Hollister Flächen gesichert.

„Die zusätzlichen Läden werden vom Markt problemlos aufgenommen, ohne dass in der Fußgängerzone die Mieten sinken oder Passanten ausbleiben“, prognostiziert der Einzelhandels-Experte von CBRE. Hoffjan weiter: „Viele Ketten würden lieber heute als morgen in der Bundesstadt ein Geschäft eröffnen beziehungsweise in einen größeren Laden umziehen. In der Not haben einige in den sauren Apfel gebissen und kleinere Flächen gemietet. So haben Modefirmen wie Jack & Jones, Street One und Mango in der Sternstraße Geschäfte mit etwa 150 bis 200 Quadratmeter Verkaufsfläche und schmalen Fronten angemietet. Lieber hätten sie aber Flächen mit 300 bis 500 Quadratmeter und mindestens sechs Meter Schaufensterfront genommen.“

Wegen ihrer attraktiven Fußgängerzone, der überdurchschnittlich hohen Kaufkraft und dem großen Einzugsgebiet steht die Bundesstadt Bonn bei vielen Ketten auf der Agenda. Besonders Textil- und Schuhfirmen, aber auch Lebensmittel- und Drogeriemärkte zählen zu den Nachfragern. In den zurückliegenden Jahren sind deren Ansprüche gestiegen. Suchten beispielsweise Firmen wie Zara, H&M, Mango oder New Yorker vor zehn Jahren noch Läden mit 500 Quadratmeter, sind es heute mindestens 1.000 Quadratmeter. Drogeriemärkte brauchen mindestens 700 Quadratmeter, früher benötigten sie für ihr Sortiment 300 Quadratmeter.

Martina Rozok für CB Richard Ellis GmbH - 2011-09-21

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