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2011-07-12

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Deutschland | Gewerbe-Immobilien-Marktinformationen, Gewerbeimmobilien: Einzelhandel, Gewerbeimmobilien: Büro

Büromieten München: Anstieg der Büromieten im Bayern-Trend um +2,6 %

Bayern: Ladenmieten in München stagnieren auf einem sehr hohen Niveau Das IVD-Marktforschungsinstitut des IVD Süd e.V. hat am 12.07.2011 auf einer Pressekonferenz die traditionellen Gewerbemarktberichte Frühjahr 2011 "Office/Retail" und "Renditeobjekte/Investment" vorgelegt. "Im Vergleich zum Herbst 2010 haben im Frühjahr 2011 fast alle Objekttypen im Einzelhandelsbereich in Bayern Rückgänge der Mieten zu verbuchen", so Prof. Stephan Kippes, der Leiter des IVD-Marktforschungsinstituts, "nur die Ladenlokale im 1a-Geschäftskern und 1b-Nebenkern mit jeweils 150 m² verzeichnen im Frühjahr 2011 im Vergleich zum Herbst 2010 einen Anstieg der Mieten."

"Ein Aufwärtstrend bei den Büromieten, der bereits im Herbst 2010 festgestellt wurde, setzt sich auch im Frühjahr 2011 fort", so Prof. Stephan Kippes. "aktuell zahlt man im Bayerndurchschnitt für den guten Nutzungswert 8,90 €/m². Dies ist ein Anstieg von +2,6 %." Ursächlich hierfür ist sicherlich die anhaltend positive Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt mit sinkenden Arbeitslosenzahlen und der daraus resultierenden steigenden Zahl an sozialversicherungspflichtig Beschäftigten. Dies wiederum führt zu einer verstärkten Nachfrage nach Büroimmobilien.

Insgesamt ist die Stimmung auf den Gewerbeimmobilienmärkten, so Prof. Stephan Kippes, vor dem Hintergrund des derzeitigen Wirtschaftaufschwungs gut. Diese Stimmung erfährt auch keine Trübung dadurch, daß München bei der Vergabe der Winterolympiade erfolglos war. Vielmehr war diese negative Entscheidung längst weitgehend erwartet worden; eine Olympia-Vergabe hätte allerdings psychologische Effekte gehabt, die das Investitionsklima in München noch weiter verbessert hätten. Es ist aber für den Standort München wichtig, daß wichtige Infrastrukturprojekte jetzt nicht gestoppt oder auf die lange Bank geschoben werden. Dies gilt insbesondere für die Themen 2. S-Bahn Stammstrecke, Ausbau bestimmter S-Bahn-Linien und bestimmte Straßenprojekte.

In Oberbayern ist die Entwicklung der einzelnen Objekttypen sehr unterschiedlich. Während die Büromieten und die Mieten für Ladenlokale im Nebenkern teilweise deutlich steigen, geben die Ladenlokale im Geschäftskern nach. Da die Nebenkernlagen um einiges erschwinglicher sind als die Geschäftskernlagen, bieten sie für viele - gerade auch kleiner Unternehmen - eine kostengünstigere Alternative zu dem doch sehr teuren Geschäftskern. Zumal dieser kaum noch Raum für individuelle Geschäfte bietet, da die großen Filialisten, die sich speziell für diese Lagen interessieren, individuelle Anbieter aus dem Stadtbild drängen.

Auf dem Münchner Gewerbeimmobilienmarkt konnte im Frühjahr 2011 ein einheitlicher Trend festgestellt werden. Die Entwicklung der einzelnen Objekttypen im Frühjahr 2011 ist als stabil bzw. leicht steigend zu bezeichnen.

"So verzeichnen die Büromieten in der City A-Lage, City B-Lage und Peripherie A-Lage teilweise deutliche Anstiege der Mieten", so der IVD Süd - Vorstandsmitglied Stephan Zehnter. "In den Suburb A-Lage und Suburb B-Lage wie der Peripherie B-Lage hingegen blieben die Büromieten im Frühjahr 2011 stabil auf dem Niveau vom Herbst 2010", merkte Zehnter an.

Das Marktgeschehen auf dem Münchner Büromarkt konzentriert sich, so Prof. Stephan Kippes, momentan auf die City A- und City B-Lage. Besonders favorisiert werden Objekte mit dem guten Nutzungswert im Altstadtring und im Mittleren Ring. Hier ist eine deutliche Belebung des Marktes festzustellen.

Das Preisniveau der Ladenlokalmieten im Frühjahr 2011 sowohl im Geschäfts- als auch Nebenkern blieb unverändert auf dem Niveau vom Herbst 2010. So liegen die Ladenmieten bei einer Größe von 80 m² mit einer Schaufensterfront von 5 m im 1a- und 1b-Geschäftskern bei 410,00 € bzw. 150,00 €. Die Ladenmieten mit 200 m² und einer Schaufensterfront von 8 m erzielten im 1a-Geschäftskern 310,00 € und im 1b-Geschäftskern 90,00 €.

Der Flächenumsatz am Münchner Büromarkt lag im 1. Quartal 2011 laut IVD - Mitgliedsunternehmen Colliers Schauer & Schöll bei rund 154.000 m². Somit liegt die Veränderung im Vergleich zum 1. Quartal 2010 bei +12,0 %. Dieser hohe Anstieg ist vor allen auf den starken Umsatzbeitrag von Eigennutzern zurückzuführen. Die reine Vermietungsleistung lag im 1. Quartal 2011 bei 139.400m².

Im Einzelnen berichtete Prof. Dr. Kippes vom IVD-Marktforschungsinstitut von folgenden Trends:

- Bayern weist weiterhin die niedrigste Arbeitslosenquote deutschlandweit aus. Im Juni 2011 lag die Quote bei 3,5 % (im Vorjahr noch bei 4,2 %). Aktuell sind insgesamt 234.845 Personen ohne Arbeit
gemeldet. Somit liegt die Veränderung zum Vorjahr bei -15,9 %.

- Die Arbeitsagentur für Arbeit München meldete im Juni 2011 insgesamt 49.940 Personen ohne Arbeit. Die Veränderung zum Vorjahr betrug -8,9 %. Die Arbeitslosenquote lag bei 4,1 % (Juni 2010 4,5
%).

- Die Zahl der gemeldeten Stellen in Bayern lag im Juni 2011 bei 68.177. Die Veränderung zum Vorjahresmonat betrug +30,9 %. Das Angebot an offenen Stellen in München stieg im Vergleich zum
Vorjahr um +6,7 %. So wurden in der Arbeitsagentur für Arbeit München im Juni 2011 insgesamt 10.149 offene Stellen registriert.

- Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im Arbeitsamtbezirk München lag im Juni 2011 bei 1.027.895. Die Veränderung zum Vorjahr betrug hier +1,3 %.

- 2010 wurden in Bayern insgesamt 19.001 Insolvenzen gemeldet. Den größten Anteil (ca. 60,0 %) machten die Verbraucherinsolvenzen aus. Insgesamt wurden 2010 11.349 Verbraucherinsolvenzen
verzeichnet (9,2 % mehr im Vergleich zum Vorjahr).

- Die Zahl der genehmigten Büro- und Verwaltungsgebäude in Bayern 2010 ging um -5,1 % auf 354 zurück. Das Volumen an genehmigter Nutzfläche verzeichnete sogar einen Rückgang von -25,3 % auf
insgesamt 524.500 m². Die Zahl der fertig gestellten Gebäude nahm ebenfalls ab. So wurden 2010 insgesamt 327 Gewerbegebäuden (Veränderung zum Vorjahr -4,1 %) oder 508.900 m² fertig gestellt.
Der Anstieg an fertig gestellten Nutzflächen betrug +2,3 %.

Prof. Dr. Stephan Kippes für IVD Süd - 2011-07-12

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