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2010-02-23

Mitteilung übermittelt durch Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen e.V.. Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent verantwortlich.

Deutschland | Immobilien-Statistik

Bevölkerungsrückgang: Brandenburg im untersten Viertel

Deutschland: Bis 2060 werden in Brandenburg 35 Prozent weniger Menschen leben als 2009. Nur in drei anderen Bundesländern werden die Bevölkerungszahlen noch stärker sinken. Das ergaben Berechnungen des Verbandes Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen e.V. (BBU) auf Grundlage der heute veröffentlichten Bevölkerungsvorausberechnung des Statistischen Bundesamtes.

„Die Zahlen für die neuen Bundesländer sind dramatisch“, kommentierte BBU-Vorstandsmitglied Maren Kern am Rande der Stadtumbaukonferenz des GdW Bundesverband der deutschen Wohnungs- und Immobileinunternehmen, die heute in Leipzig stattfindet.

Notwendig: Stadtumbau Ost und Altschuldenhilfe
„Der massive Bevölkerungsrückgang in den neuen Bundesländern macht sehr deutlich, dass es mit dem Stadtumbau Ost endlich weitergehen muss. Sonst drohen in den neuen Bundesländern Geisterstädte.“ Notwendig hierzu sei eine Fortsetzung des Stadtumbau Ost-Programms sowie eine Fortschreibung der Altschuldenhilfe. Ohne diese beiden Säulen werde der Stadtumbau im Land Brandenburg bald ins Stocken geraten. Das hätte fatale Folgen für die Städte und die Menschen im Land. Kern: „Hier droht eine verhängnisvolle Abwärtsspirale, die schwer zu stoppen wäre. Der Bund muss dringend handeln und klar sagen, wie viele Mittel er für die zweite Phase des Programms bereit stellt.“

Neue Bundesländer deutlich am stärksten betroffen
Von allen 16 Bundesländern ist der Bevölkerungsrückgang in Sachsen-Anhalt am ausgeprägtesten. Hier werden 2060 knapp 43 Prozent weniger Menschen leben als 2009. Auf Platz zwei folgt Thüringen (- 41 %), auf Platz drei Mecklenburg-Vorpommern (- 36 %). Nach Brandenburg auf Platz vier kommt erst auf Platz fünf mit dem Saarland eines der alten Bundesländer (- 33 %). Kern: „Der Bevölkerungsrückgang ist vor allem ein Problem der neuen Bundesländern. Hier ist er fast doppelt so hoch wie in den alten Bundesländern.“

Leipziger Erklärung verabschiedet
Der Stadtumbaukongress in Leipzig wird vom GdW und seinen ostdeutschen Regionalverbänden durchgeführt, darunter auch der BBU. Weitere Partner sind der Deutsche Städtetag und der Deutsche Mieterbund. Die Geschäftsführer und Vorstände zahlreicher ostdeutscher Wohnungsunternehmen wollen auf dem Kongress die dringende Bedeutung der Fortsetzung des Stadtumbaus Ost unterstreichen. Um diese Forderung geht es in der „Leipziger Erklärung“, die auf dem Kongress verabschiedet wurde.

Dr. David Eberhart für Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen e.V. - 2010-02-23

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