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2009-12-03

Mitteilung übermittelt durch Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen e.V.. Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent verantwortlich.

Deutschland | Wirtschaft

Acht Prozent mehr Wohngeldempfänger in Berlin

Deutschland: Damit liegt Berlin bei den Zunahmen bundesweit nur an fünfter Stelle. Das geht aus Zahlen des Statistischen Bundesamtes mit Stand 31. Dezember 2008 hervor. „Das vergleichsweise moderate Wachstum der Wohngeldempfängerzahl in Berlin ist Ausweis der hier extrem langen Bearbeitungsfristen“, kritisierte Maren Kern, Vorstandsmitglied beim Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen e.V. (BBU).

„Die Zahl der Wohngeldhaushalte wäre in Berlin sicher deutlich stärker gestiegen, wenn die Bearbeitung endlich zügiger ablaufen würde“, so Kern weiter. Angesichts des in Berlin unterdurchschnittlichen Anteils von Wohngeld beziehenden Haushalten hätte das Wachstum nach der Wohngeldreform deutlich höher ausfallen müssen. Beim Wohngeld habe Berlin Nachholbedarf.

25.000 unerledigte Anträge: Rückstau für drei Jahre?
Zum 31. Oktober 2009 lag die Zahl der unerledigten Wohngeldanträge in Berlin nach Auskunft der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung bei 25.118. Damit ist die Zahl der Anträge fast genauso hoch wie die Zahl der Empfängerhaushalte (26.992).

Im Oktober 2009 wurden 8.595 Anträge abschließend bearbeitet und 7.939 neu gestellt. Die Zahl der offenen Vorgänge reduzierte sich damit um 656 Anträge. Kern: „Wenn das in diesem Tempo weitergeht, wird der Rückstau erst in gut drei Jahren abgearbeitet sein. Hier ist der Senat gefordert.“

Statistik: Berlin im Mittelfeld
Zum 31. Dezember 2008 bezogen in Berlin 26.992 Haushalte Wohngeld. Das waren 1,4 Prozent aller Haushalte. Damit liegt Berlin unterhalb des Bundesdurchschnitts von 1,6 Prozent. Die höchste Quote verzeichnet Mecklenburg-Vorpommern (3,5 %), gefolgt von Sachsen (3,1 %). Auch in Brandenburg ist die Quote mit 2,2 Prozent höher als in Berlin. Am niedrigsten ist die Quote in Bayern (0,9 %). Gegenüber dem Vorjahr am stärksten gestiegen ist die Zahl der Empfängerhaushalte in Sachsen-Anhalt (+ 32,4 %) und dem Saarland (+ 30,9 %). Am stärksten gesunken ist sie in Niedersachsen (- 18 %). Berlin liegt mit einem Wachstum um 8,3 Prozent (+ 2.058 Haushalte) im Schnitt der neuen Bundesländer (+ 8,3 %) und oberhalb des Bundesschnitts (+ 2,5 %).

Bearbeitungszeiten von bis zu fünf Monaten
Die Antwort auf eine Kleine Anfrage vom 29. April 2009 hatte ergeben, dass die durchschnittliche Bearbeitungszeit für Wohlgeldanträge in den Berliner Bezirken bei rund zwölf Wochen liegt. Spitzenreiter waren Steglitz-Zehlendorf mit 22 bis 23 Wochen sowie Neukölln und Friedrichshain-Kreuzberg mit jeweils 16 Wochen.

Dr. David Eberhart für Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen e.V. - 2009-12-03

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