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2011-11-09

Mitteilung übermittelt durch COMFORT Gesellschaft für Geschäftsflächen- und Unternehmensvermittlung Holding mbH. Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent verantwortlich.

Deutschland | Gewerbe-Immobilien-Marktinformationen, Gewerbeimmobilien: Einzelhandel

18 deutsche „Millionenstädte“ – attraktiv insbesondere für internationale Filialisten

Deutschland: Im Unterschied zu vielen anderen europäischen Staaten verfügt Deutschland über eine Vielzahl von attraktiven Einkaufsstädten, was sicher einer der Gründe ist, warum immer mehr internationale Handels-Labels, wie Abercrombie & Fitch, Bershka oder Forever 21 auf den deutschen Markt drängen. Wo in England, Frankreich oder Italien nur eine Handvoll Einkaufsstädte für eine mehr oder weniger flächendeckende Expansion benötigt werden, müssen in Deutschland ungleich mehr Standorte abgedeckt werden, an denen profitable Umsätze erzielt werden können.

Zu den Einzugsgebieten der wich­tigsten deutschen Innenstädte hat die COMFORT-Gruppe mit ihrem in Hamburg ansäs­sigen Bereich Research & Consulting ein aktuelles Ranking durchgeführt. Berlin, Hamburg und München als mit Abstand größte Städte nehmen die ersten Plätze ein. Ansonsten folgt die Rangfolge jedoch keineswegs mehr der reinen Stadtgröße, da die Größe der Einzugsgebiete teilweise ein Vielfaches der stadtansässigen Bevölkerung beträgt. Diesbezüglich verfügt Deutschland insgesamt über 18 „Millionenstädte“.

„Die Untersuchung“, so COMFORT-Chefresearcher Olaf Petersen, „umfasst sämtliche Städte mit mehr als 200.000 Einwohnern, von denen es in Deutschland aktuell insgesamt 38 gibt. Hierfür wurde ausgehend von der langjährigen Marktkenntnis und -bearbeitung durch das COMFORT-Netzwerk für jede City individuell das Einzugsgebiet bestimmt.“ Dieses beschreibt das räumlich abgegrenzte Gebiet, aus dem die Bevölkerung regelmäßig Einkäufe im innerstädtischen Einzelhandel der Stadt tätigt, mithin stabile Einkaufsbeziehungen bestehen. Mit zunehmender Entfernung nimmt dabei typischerweise die Intensität der Bindung ab.

Die TOP-Einkaufsmetropolen verteilen sich über das gesamte Bundesgebiet, wobei ausgehend von ihrer schier herausragenden Stadt-Einwohnergröße die drei größten deutschen Städte Berlin (Einzugsgebiet: rd. 5,2 Mio. Einwohner), Hamburg (rd. 3,4 Mio. Einwohner) und München (rd. 2,6 Mio. Einwohner) auch die größten Einzugsgebiete aufweisen. Im weiteren Ranking wird das Bild dann interessanter. So rangiert das deutlich kleinere Stuttgart mit seinem Einzugsgebiet von über 2,5 Mio. Einwohnern klar vor der Domstadt Köln (knapp 2,4 Mio. Einwohner) wie auch vor Frankfurt/Main (gut 2,2 Mio. Einwohner). Immerhin auch noch gut 2 Mio. Einwohner im Einzugsgebiet kann die zweite Rheinmetropole Düsseldorf aufweisen. Auf Rang 8 folgt die niedersächsische Landeshauptstadt Hannover (rd. 1,8 Mio. Einwohner), wiederum klar vor den lt. Einwohnerzahl merklich größeren Städten Dortmund (rd. 1,5 Mio. Einwohner), Essen (rd. 1,4 Mio. Einwohner) und Bremen (rd. 1,1 Mio. Einwohner). Stärkste ostdeutsche Kommune jenseits der Bundeshauptstadt ist Dresden (rd. 1,3 Mio. Einwohner), welches die andere sächsische Metropole Leipzig (gut 1 Mio. Einwohner) deutlich abhängt.

Die in Relation zu ihrer ortsansässigen Bevölkerung attraktivsten Städte stellen neben Stuttgart des weiteren Mannheim (knapp 1,3 Mio. Einwohner), Braunschweig (gut 1 Mio. Einwohner) und Erfurt (gut 800.000 Einwohner) dar. Denn hier liegt die Bevölkerungszahl im Einzugsgebiet jeweils um den Faktor 4 höher als im jeweiligen Stadtgebiet.

Die ‚rote Laterne‘ nimmt in diesem Ranking die tradierte Innenstadt von Oberhausen rund um die Marktstraße ein, deren Einzugsgebiet heute nur noch in etwa das Stadtgebiet (gut 200.000 Einwohner) umfasst. In Oberhausen wird die oberzentrale Versorgungsfunktion heute mit dem CentrO („Neue Mitte“) von einem Shoppingcenter wahr genommen.

„Naturgemäß wird die Leistungsstärke einer Innenstadt durch eine ganze Reihe verschiedener Faktoren ausgemacht“ erklärt Olaf Petersen. Hier seien vor allem nachfrageseitige (regionale Kaufkraftverhältnisse und Nachfragepräferenzen) und angebotsseitige Aspekte (u.a. Anbieterqualität/Branchen/Verkaufsflächengröße), aber auch immobilienwirtschaftliche (Mieten) und sonstige Faktoren (u.a. Stadtbild, Verkehr, Politik) zu nennen, zu denen COMFORT Research & Consulting über dezidierte Detailinformationen verfügt. Die von den Innenstädten erreichten Einzugsgebiete stellen in diesem Kontext einen ganz maßgeblichen Indikator dar, der gleichwohl teilweise auch bei Handels- und Handelsimmobilien-Professionals nicht adäquat gewürdigt bzw. bei ihren Entscheidungen einbezogen werde.

Ralf Bettges für COMFORT Gesellschaft für Geschäftsflächen- und Unternehmensvermittlung Holding mbH - 2011-11-09

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